18/05/2020
SOS -
Die Veranstaltungsbranche ist der am stärksten und am längsten von der Coronakrise betroffene Wirtschaftszweig. Wir waren die ersten, die unmittelbar unter den Verboten von Veranstaltungen zu leiden hatten und wir werden die letzten sein, deren Bereich echte Lockerungen von den Maßnahmen erfahren wird. Im Prinzip unterliegen wir einem vollumfänglichen Arbeitsverbot seit März diesen Jahres. Stornierungen und Absagen erstecken sich mittlerweile bis ins nächste Jahr hinein.
Deutschlandweit bedeutet dies, dass über 2 Millionen Menschen kein Geld verdienen, und das wo
unser Bereich normalerweise 70 Milliarden Euro im Jahr erwirtschaftet. (Quellen: FAMAB/statista 2020)
Jeder 3. Arbeitsplatz in der Veranstaltungsbranche ist akut gefährdet. (Quelle: Meeting- & EventBarometer 2019/2020 und Corona-Studie)
Die bisher zur Verfügung bzw. in Aussicht gestellten Mittel wie Soforthilfen, Stundungen und Kredite werden nicht ausreichen. Zahlreiche Insolvenzen drohen jetzt schon.
Die Ausfälle bedingt durch die jetzige Situation wird unsere Branche als Schuldenlast über mindestens ein Jahrzehnt vor sich herschieben, selbst wenn es im nächsten Jahr wieder normal weitergehen wird.
Es gibt kein Potential den Umsatz von ausgefallenen oder verschobenen Veranstaltungen nachträglich wieder zu erwirtschaften.
Wir brauchen daher einen echten Dialog mit der Politik, damit wir gemeinsam Lösungen entwickeln können. Praxistauglich und wirtschaftlich, denn Veranstaltungen sind auch jetzt schon wieder, in einer weiteren Übergangsphase und natürlich auch nach Corona möglich.
Darüber hinaus müssen wir für die Zukunft die kulturelle Vielfalt sichern, was Investitionen des Staates in seine Verantwortung und unsere Branche bedeutet.
Bis zur vollständigen Aufhebung der Verbote und Einschränkungen benötigen wir ertragswirksame Subventionen, ansonsten wird ein Großteil derjenigen, die Kultur und Live-Kommunikation überhaupt erst möglich und erlebbar machen, nicht mehr am Markt existent sein.
Wir brauchen eine Nachwuchsförderung, denn wir können uns selbst die Ausbildung junger Menschen nicht mehr leisten. Ohne die Ausbildung neuer Fachkräfte vergrößert sich das Problem exponentiell.
Wir sind...
Künstler, Musiker, Veranstalter, Theater, Clubs, Diskotheken, Locationanbieter, Eventagenturen, Caterer, Freiberufler, Solo-Selbstständige, Veranstaltungstechnik-Unternehmen und viele mehr...