21/07/2021
Teufelsburg Felsberg:
Abbruch einer Gleichgeschlechtlichen Hochzeit durch Verwaltungsangestellte.
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Es sollte der schönste Tag in Ihrem Leben werden. Nathalie W. und Rebecca B.
wollten diesen Tag nie vergessen. Doch was dann geschah sollte ein absoluter
Alptraum werden. Amtsmissbrauch, Vorsatz, Homophobie, Diskriminierung.
Ein wunderschöner Sonnentag am 17. Juli auch der Teufelsburg in Felsberg.
Das Brautpaar plante eine Hochzeit die mit viel Liebe und viel Zeit organisiert
wurde. 3 Tage Aufbau, 20 Helfer und ein ganzer Verein der hinter Ihnen stand an
diesem besonderen Tag.
Die erste LGBTQ (Le***an, Gay, Bisexual, Transgender, Q***r) Hochzeit auf der
Teufelsburg. Und das ganze in einem mittelalterlich und Aufwändigem Rahmen.
Weit über zwei Jahre geplant und nach jeglichen Corona Richtlinien
durchgeführt. Ein Covid19-Testplatz für alle Gäste um sicherzugehen dass nichts
passiert. Alles hätte so perfekt sein können bis sich die Gemeinde einen Tag
vorher das Ziel setzte alles abzubrechen
Die Hochzeit wurde sehr eng mit dem Förderverein der Teufelsburg
Geplant und auch durchgeführt. Der 1. Vorsitzende Holger Zenner
setzte sich sehr dafür ein das es perfekt wird für das Brautpaar.
Durch die vielen Events auf der Burg hatte man die Erfahrung auf was
geachtet werden musste.
Doch das die Hochzeit abgebrochen wird und die Gäste im betrunkenen Zustand
gezwungen werden mit Ihren Kindern die Burg zu verlassen brachte selbst den
Vorsitzenden zur Sprachlosigkeit.
Nach Sonnenuntergang als die Feier in wunderschönem Ambiente leuchtete.
Als die Mittelalterlichen Klänge der Barden ausklangen und die noch 40 Gäste
glücklich in angemessener Laune und familiären Freuden feierten tauchte die
Mitarbeiterin der Gemeinde unangekündigt auf mit einem ehemaligen
Imbissbesitzer. Der ältere Herr der nun bei der Gemeinde für Ordnung sorgen
sollte war beauftragt worden alles zu beenden.
Ohne sich vorzustellen wurde die Hochzeit abgebrochen. Die Kulturangestellte
kam mit der Erklärung das alle Ortsvorsteher der Gemeinde Überherrn und alle
Ratsmitglieder zusammen mit der Bürgermeisterin beschlossen hätten in einer
einberufenen Sitzung, das nicht gefeiert werden dürfe und auch niemand länger
dort bleiben dürfe. Sie entscheide das jetzt alles beendet wird.
Auch wenn es eine schriftliche Bestätigung zur Feier gab. Ein paar kleine
Mittelalter Zelte wurden errichtet um den Familien die von weither angereist
waren zu ermöglichen mit Ihren Kindern dort zu übernachten. Da die Einrichtung
für die Feierlichkeit 2 Tage Aufbau in Anspruch nahm wollte man dort auch
Nachts aufpassen das nicht gestohlen oder Randalen geschehen konnten. Auch
der Vorsitzende hatte extra das Aggregat bereitgestellt damit auch Nachts jeder
etwas sehen konnte.
Als man Versuchte das Problem zu erfragen bei dem Herrn mit der
Ordnungsamtjacke und der Mitarbeiterin der Gemeinde wurde sogar der
Vorsitzende vom Gespräch verwiesen. 15 Jahre lang schon setzt sich Holger
Zenner für die Teufelsburg ein. Führungen, Mittelalter und Musikevents,
Hochzeiten uvm. das war in diesem Moment nichts Wert.
Das Brautpaar brach zusammen und saß mit Tränen in den Augen am Boden.
Doch die Gewaltenteilung kam mit einem Schlag. Jeder sollte nach Hause fahren
egal wie. Es gab keine Möglichkeit der Einigung. Keine Kompromisse, nicht
einmal nach einem Telefonat mit der Bürgermeisterin die Nachts angerufen
wurde. Auch nach mehrmaligem bitten wurde sogar mit der Polizei gedroht.
Dies gab es noch nie in der Geschichte der Teufelsburg.
Die anwesende Mitarbeiterin der Gemeinde die für Kultur zuständig ist hat
Nebenbei einen Betrieb für Hochzeitsdekoration und Blumen. Normalerweise
arbeitet sie zusätzlich für die Gemeinde seit Jahren bei Trauungen. Jedoch bei
der Teufelsburg und den vielen Hochzeiten ist Sie nicht dabei. Das könnte
natürlich ein Grund für die Diskriminierende Art sein. Man war auch der Meinung
das sie mit Vorsatz immer alle Events auf der Burg boykottierte. Aus Kreisen
einer anderen Burggemeinschaft durften wir auch erfahren dass die
Mitarbeiterin vor kurzer Zeit Anfragen über die Nutzung von Burgen gestellt hat
und über den Vorsitzenden der Teufelsburg nichts gutes sagte sondern eher
negative Worte. Diese Art und Weise für eine Angestellte einer
Gemeindeverwaltung ist absolut inakzeptabel. Denn die Veranstaltungen auf
der Burg, durchgeführt vom Förderverein, sorgten immer für viel Ansehen.
Früher gab es eine sehr enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde erinnert sich
Holger Zenner.
Auch die neue Bürgermeisterin hat in 2 Jahren den Kontakt zum Förderverein
geblockt. Vor der Wahl gab es ein Gespräch mit vielen Versprechungen und
unmittelbar nach der Wahl kam nie mehr ein Gespräch zustande. War die
Hochzeit der Gemeinde ein Dorn im Auge? Zum ersten mal eine
Gleichgeschlechtliche Eheschließung. Geplant war zu Werbezwecken das ganzen
mit dem Standesamt zusammen für Vermarktung zu nutzen. Der Standesbeamte
der Gemeinde war Mittags zur Trauung anwesend und begeistert von der Mühe
die man sich gemacht hatte. Das Flair und das Programm während der Trauung.
Diese Hochzeit muss jeder erleben sagte er. Wusste er von den Plänen der
langjährigen Mitarbeiterin die es schaffte sich vom Empfang des Rathauses bis in
einen der obersten Positionen der Gemeinde hoch zu arbeiten?
Der Vorsitzende bezweifelt es, da der Standesbeamte Bernd H. einer der
freundlichsten und ordentlichsten Menschen in seinen Augen war. Alle
Trauungen mit Ihm waren nie zu bemängeln. Das Brautpaar musste in der Nacht
von Samstag auf Sonntag alles abbrechen und mit spontan organisierten
Fahrdiensten wurden die Gäste Stück für Stück nach Hause gebracht, verteilt im
ganzen Saarland. Der schlimmste Moment überhaupt an seiner eigenen Hochzeit
Nachts alleine in mitten der ganzen Zelte zu sitzen.
Niemand weiß mit welchem Recht dies geschah, niemand kann sich erklären
warum die Gemeinde Wochenlang nicht auf die Anfragen des Vorsitzenden
einging. Aber eines ist klar. Es wurde mit Vorsatz das Amt ausgenutzt um diese
Hochzeit abzubrechen.
Mit der Aussage es wird hier solche Veranstaltungen in Zukunft nicht mehr geben
hat die Kulturbeauftragte der Gemeinde Überherrn bestätigt das es vorbei ist mit
dem Kulturleben auf der Teufelsburg. Bei den Mittelaltertagen die für diesen Jahr
wieder geplant waren darf niemand übernachten? Dann ist es aus und vorbei mit
der schönsten Terrasse des Saarlandes. Dem Vorsitzenden und dem Brautpaar
war es ein anliegen das jeder davon erfahren sollte.
Nach all den schlimmen Monaten die wir erleben mussten und wir dachten es
kann nicht schlimmer werden hat einmal mehr die Menschlichkeit an Bedeutung
verloren. Die Gemeinde Überherrn, mit Ihrem Kulturamt, ist anscheinlich
überfordert mit einem solchen Denkmal wie der Teufelsburg umzugehen. Dies
bestätigen die Anrufe bei den Nachbarburgen. Die Saarländer brauchen solche
Anlaufstellen und diese dürfen nicht verschlossen bleiben. Das Vertrauen in die
Politik weht davon wie die Fahne der Teufelsburg.
Holger Zenner
Vorsitzender Teufelsburg Förderverein
PS.:
Mir ist egal welche Konsequenzen diese geschriebenen Worte haben werden. Es ist die Wahrheit und alle sollen sie
erfahren. Wo ist das Vertrauen in die Politik. Wie soll man die Motivation behalten oder finden Ehrenamt und gutes
für jung und alt zu tun wenn immer und immer wieder Bürokratische Hürden der Endgegner sind. Wo soll das alles
hinführen?
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