11/05/2016
ACHTUNG GESCHICHTE! :-)
**************GESCHICHTE*************
"JIGSAW'S HÖHLE" oder auch....
Die Felsenkeller entlang der Dudweiler Landstraße:
"Die Familie Neufang braute seit 1815 in St.Johann Bier. An der Ecke Bahnhof/Dudweilerstraße eröffnete Johann Philipp Neufang das einstige Stammhaus mit eigener Brauerei und Branntweinbrennerei. Um das Jahr 1850 erwarb er ein Gelände an der heutigen Dudweiler Landstraße um dort Felsenkeller errichten zu lassen. Dort lagerte er sein in der Bahnhofstraße gebrautes Bier und errichtete über den Felsenkellern eine beliebte Sommerwirtschaft.
Neufangs Bier fand im ganzen Saarland Absatz. Die Konjunktur in der Mitte des 19.Jahrhunderts machte nicht vor dem Braugewerbe halt - im Gegenteil: Sohn Oskar Neufang entwickelte die Brauerei zu einem bedeutenden Wirtschaftsunternehmen. Im Zuge dessen wurde seine Brauerei in der Innenstadt viel zu klein. So errichtete er 1889 vor seinen Felsenkellern eine große und für damalige Verhältnisse hochmoderne Brauanlage mit Eisfabrik.
1910 übernahm Neufang zudem die Kundschaft der Kaiserslauterer Brauerei Jaenisch und nannte sich fortan "Neufang-Jaenisch-Brauerei A.G. Saarbrücken und St.Johann".
1913 kam es schließlich auch zu der bereits erwähnten Übernahme der Brauerei Knipper, deren Felsenkeller an der Straße "Am Homburg" mir denen von Neufang-Jaenisch verbunden wurden. Mit der Übernahme der beiden Brauereien "Aktienbrauerei Union" und "Bürgerbräu A.G." geriet die Kapazität der vorhandenen Braustätte gänzlich an ihre Grenzen. Der Gebäudekomplex, den wir heute als "Kulturfabrik" kenne, entsteht 1924 aus massivem Eisenbeton. Ein Großteil der Felsenkeller wurden erweitert und modernisiert. Jahrzehnte wurde dort Bier gebraut; später im Vorhaus, bis 2001 der Brauereibetrieb eingestellt wurde. Teile der Anlage wurden im Zweiten Weltkrieg zum Luftschutzkeller ausgebaut.
In den Räumen der alten Brauerei befindet sich heute eine Diskothek [Kufa Saarbrücken]. Die vorderen Bereiche der Felsenkeller wurden als gemütliche Bereiche mit Theken und Sitzgelegenheiten für die Disco-Gäste ausgebaut.
Von dem mehrgeschössigen Felsenlabyrinth ist hier allerdings nichts zu sehen, diese Bereich sind verschlossen, da es nicht ganz ungefährlich ist, diese zu betreten.
Eine Besichtigung dieses geschlossenen Bereichs kann zu einem gefährlichen Abenteuer werden, denn dort finden sich u.a.: ein ungeschützter Brunnen mit durchgerosteten Treppenstufen, absolute Dunkelheit, herumliegende Kabel und scharfkantige Rohre.
Bei unserer Begehung im April 2009 kamen wir wieder heile ans Tageslicht, doch verliefen wir uns vorher im Bereiche des einstigen Knipper-Kellers, den wir über eine lange Treppe erreichen konnten. In manchen Bereichen konnten wir noch gut erahnen, welche gigantischen Mengen Bier hier gebraut wurden.
Ein Teil der Knipperschen Kelleranlage ist eingestürzt - vermutlich eben aufgrund des verheerenden Maitages 1944, als hier die Fliegerbombe Kinder in den Tod riss. Unten im Neufang-Keller stehen die großen Gärbottische und Tanks, die teilweise die Ausmaße einer großzügigen Doppelgarage haben. Einige der Kellerräume durchtrennen inzwischen riesige Betonmauern, die das Felsenmassiv und die darüber liegenden Häuser vor dem Einsturz bewahren sollen." ("Unterirdisches Saarbrücken von Florian Brunner, Auszug aus Seite 75/76)
Heute treibt John Kramer aka JIGSAW in Teilen der Katakomben sein Unwesen - könnt ihr ihm entkommen!? ;-)
Mysteriöse Grüße und vielleicht bis bald :-)
TEAM-Exit Games Saarland
www.exitgames-saarland.de