15/05/2026
Die zwei mächtigen Tore mit achteckigen Backsteinpfeilern, die etwa um 1850 entstanden sind, haben eine ganz spannende Geschichte.
Eins fungiert heute noch als Tor zum Pavillon, das andere wurde von den neuen Eigentümern der Leyenburg leider in die Hecke integriert und ist nicht mehr sichtbar.
Als um 1847 die Chaussee nach Kerken ausgebaut wurde, zerteilte diese, den ursprünglichen Barockgarten und ein weit kleinerer Park im englischen Landschaftsstil entstand.
Der Teil in dem heute der Maurische Pavillon steht, wurde zuerst als Küchengarten im Stil englischer „walled gardens“ angelegt. Ein paar Jahre später wurde erst der Pavillon errichtet und die Fläche wurde exotisch bepflanzt.
1964 wurde die Fuhrwerksallee mit ihren lauschigen Kastanien verbreitert und zur B60 Richtung Venlo ausgebaut.
Für diese Maßnahme fällte man die gesamten Alleebäume und überlegte eines der Tore abzureißen.
Stattdessen wurde aber, als Verbeugung vor der Geschichte, das Tor sehr aufwendig versetzt und 10 Meter in den Park gerückt! (Bild 2)
Diese Maßnahme veranlasste die damalige Baronin von der Leyen, der wir heute zu verdanken haben, dass dieser geschichtliche Zusammenhang nie verloren ging ❤️😊
Das letzte Bild zeigt übrigens unser Tor bei Übernahme 😜