Gärtnerei Möller Floristik

Gärtnerei Möller Floristik 150 Jahre Gärtnerei Möller.

Nun schon in fünfter Generation bieten wir Ihnen ein breites Sortiment an gärtnerischen und floristischen Produkten aus unserem Hause an.

Nachhaltigkeit mit gärtnerischem Verstand: Warum wir auf Ehrlichkeit statt auf grüne Mythen setzen !Ein Wort von Gärtner...
28/08/2026

Nachhaltigkeit mit gärtnerischem Verstand: Warum wir auf Ehrlichkeit statt auf grüne Mythen setzen !
Ein Wort von Gärtnermeister Christian Möller zur Torfdebatte im Zierpflanzenbau.
Liebe Kundinnen und Kunden, liebe Pflanzenfreunde,
wenn Sie unsere Gewächshäuser in Preetz besuchen, erleben Sie Jahr für Jahr eine bunte Vielfalt: Über 150.000 Topflanzen – von farbenfrohen Stiefmütterchen im Frühjahr über stolze Cyclamen und Stauden bis hin zu unseren traditionellen Weihnachtssternen im Winter – wachsen bei uns heran. Jede einzelne Pflanze wird von uns mit viel Herzblut, Fachwissen und täglicher Handarbeit großgezogen.
Als Gärtner arbeiten wir mit und in der Natur. Deshalb liegt uns der Umwelt- und Klimaschutz am Herzen. Doch zum Thema Nachhaltigkeit gehört für uns auch ein entscheidender Wert: Ehrlichkeit.
In den Medien und der Politik wird oft gefordert, im Gartenbau ab sofort komplett auf Torf zu verzichten. Was auf dem Papier einfach klingt, ist in der gärtnerischen Realität der Profi-Anzucht eine enorme Herausforderung. Warum ist das so?

Das Dilemma mit den Ersatzstoffen
Torf ist ein über Jahrtausende gereifter Rohstoff, der Pflanzenwurzeln wie ein perfektes Sicherheitsnetz umgibt. Er speichert Wasser ideal, belüftet die Wurzeln und verzeiht biologische Schwankungen. Alternativen wie Holzfasern oder Rindenhumus sind zwar gut, stehen aber in harter Konkurrenz zur Energie- und Bauwirtschaft und sind regional schlichtweg nicht in den benötigten Millionen Kubikmetern verfügbar.
Die oft gelobten Kokosfasern wiederum müssen per Containerschiff aus Indien oder Sri Lanka importiert und dort unter hohem Süßwasserverbrauch gewaschen werden – das hat mit regionalem Klimaschutz aus unserer Sicht wenig zu tun.

Unser Weg: Der „Sweet Spot“ für gesunde Pflanzen
Wir bei der Gärtnerei Möller warten nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag, sondern handeln pragmatisch und verantwortungsvoll. Wir haben unsere gesamte Produktion – über alle 110 verschiedenen Kulturen hinweg – auf ein um 20 % torfreduziertes Substrat umgestellt.
Das bedeutet für uns im Alltag:
* Präzisionsarbeit beim Gießen: Die veränderte Erde verlangt von unseren Gärtnern deutlich mehr Kontrollgänge und ein feineres Gießmanagement.
* Biologisches Fingerspitzengefühl: Da Holzfasern im Topf natürlich arbeiten und Stickstoff binden, steuern wir die Nährstoffversorgung extrem feinfühlig nach.
* Garantierte Qualität: Durch den verbleibenden Torfanteil behält das Substrat die nötige Pufferkraft. So stellen wir sicher, dass empfindliche Kulturen wie unsere Weihnachtssterne im Herbst nicht an den Wurzeln erkranken und pünktlich zum Fest in voller Pracht bei Ihnen zu Hause stehen.

Qualität aus Preetz – für Sie und die Umwelt
Die 20 % Torfeinsparung sind unser Beitrag, den wir als Familienbetrieb heute kultursicher und mit voller Verantwortung für die Qualität der Pflanzen tragen können. Wir investieren täglich mehr Arbeitszeit und Herzblut, damit Sie langlebige, gesunde Pflanzen aus der Region erhalten, die Ihnen monatelang Freude bereiten.
Wir gehen den Weg der Nachhaltigkeit weiter – aber mit gärtnerischem Verstand, ohne leere Versprechen und immer im Sinne der Pflanzengesundheit.

Ihr Christian Möller
Inhaber der Gärtnerei Möller in Preetz

🌱 Klimaschutz braucht Fakten – keine einfachen EtikettenBeim Durchsehen alter Unterlagen ist mir ein Schreiben der Stadt...
27/08/2026

🌱 Klimaschutz braucht Fakten – keine einfachen Etiketten

Beim Durchsehen alter Unterlagen ist mir ein Schreiben der Stadt Preetz aus dem Januar 2022 wieder in die Hände gefallen. Mit einigen Jahren Abstand lohnt es sich, dieses Schreiben noch einmal zu lesen.

Damals erhielt unsere Gärtnerei einen Auftrag zur Lieferung von Beetpflanzen. Gleichzeitig wurde uns mitgeteilt, dass die Stadt einen „völligen Verzicht auf Torf“ beschlossen habe und die von uns gelieferten Pflanzen deshalb ohne Torf produziert werden sollten.

Besonders bemerkenswert fand und finde ich diese Formulierung:

„Ich denke, dass dieser Schritt in Richtung Klimaneutralität auch in Ihrem Sinne ist und sich in der Bewerbung Ihrer Produkte verwenden lässt.“

Gleichzeitig teilte man uns mit, dass ein Angebot für torffrei im Freiland gezogene Stiefmütterchen vorliege. Diese würden – so steht es tatsächlich im Schreiben – „nicht die Pracht entfalten“ wie unsere im Gewächshaus gezogenen Pflanzen, seien dafür aber „klimaverträglicher“.

Vier Jahre später sehe ich diese Argumentation kritischer denn je.

Nicht, weil wir die Klimawirkung von Torf bestreiten. Torf enthält über Jahrtausende gebundenen Kohlenstoff. Seine Nutzung verursacht Emissionen, und die Reduzierung des Torfeinsatzes im Gartenbau ist deshalb grundsätzlich ein sinnvolles Ziel.

Aber Klimaschutz ist komplizierter als „mit Torf = klimaschädlich“ und „torffrei = klimaverträglich“.

Ein Blick auf die tatsächlichen Größenordnungen zeigt das sehr deutlich.

Nach aktuellen Angaben des Umweltbundesamtes verursachen Moorböden in Deutschland erhebliche Treibhausgasemissionen. Der mit Abstand größte Anteil stammt jedoch aus entwässerten und landwirtschaftlich genutzten Moorböden. Rund 43 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente entfallen darauf. Torfabbau und die spätere Verwendung des gewonnenen Torfes liegen zusammen bei rund 1,8 Millionen Tonnen.

Das macht Torfnutzung nicht bedeutungslos. Aber es rückt die Dimensionen zurecht.

Auch der häufig verwendete Begriff der „Moorzerstörung“ braucht Differenzierung. Ein intaktes, nasses und torfbildendes Moor ist etwas anderes als ein bereits seit Jahrzehnten entwässerter und landwirtschaftlich genutzter Moorboden. Gerade diese Unterscheidung geht in der öffentlichen Diskussion häufig verloren.

Und dann kommt die gärtnerische Praxis hinzu.

Ein Kultursubstrat ist nicht einfach nur „Erde“. Es muss Wasser speichern, gleichzeitig ausreichend Luft an die Wurzeln lassen, Nährstoffe verfügbar halten, einen geeigneten pH-Wert besitzen und über die gesamte Kulturzeit strukturstabil bleiben.

Torf lässt sich reduzieren und teilweise ersetzen – und genau daran arbeitet der Gartenbau seit vielen Jahren. Holzfasern, Kompost, Rindenhumus und andere Ausgangsstoffe haben dabei ihre Berechtigung.

Aber auch diese Stoffe fallen nicht vom Himmel. Sie müssen gewonnen, verarbeitet und transportiert werden und besitzen jeweils eigene Eigenschaften und Umweltwirkungen.

Deshalb reicht für eine seriöse Bewertung nicht die Frage:

„Ist Torf enthalten – ja oder nein?“

Entscheidend müsste vielmehr sein:

Wie sieht die gesamte Klimabilanz einer verkaufsfähigen Pflanze aus?

Substrat, Energie, Wasser, Dünger, Kulturzeit, Flächenbedarf, Transport, Pflanzenqualität, Ausfallquote und spätere Verwertung gehören für mich in diese Betrachtung hinein.

Erst danach lässt sich seriös beurteilen, welche Produktionsweise tatsächlich „klimaverträglicher“ ist.

Genau diese Betrachtung fehlte mir damals – und sie fehlt mir in vielen politischen Diskussionen bis heute.

Das gilt übrigens nicht nur für Pflanzen.

In Preetz wurden Straßenlaternen nachts abgeschaltet und in einer Verwaltungsvorlage als „erhebliche Verbesserung des Klimas“ bezeichnet. Warmwasser in Sportstätten sollte zeitweise weiterhin abgeschaltet bleiben, um den CO₂-Ausstoß niedrig zu halten. Und bei unserer Wechselbepflanzung wurde der Torfeinsatz wiederholt als Argument für eine vermeintlich klimaverträglichere Alternative angeführt.

Jede einzelne dieser Maßnahmen kann Energie oder CO₂ einsparen.

Aber die entscheidende Frage muss doch lauten:

Wie viel tatsächlich? Und zu welchem Preis – ökologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich?

Klimaschutz ist zu wichtig, um ihn auf Schlagworte zu reduzieren.

Ich wünsche mir deshalb weniger Etiketten wie „klimaverträglich“ und „klimaneutral“ – und dafür mehr nachvollziehbare Zahlen, vollständige Bilanzen und eine ehrliche Abwägung.

Wir Gärtner müssen uns dieser Diskussion stellen. Das tun wir auch.

Aber wir dürfen ebenso erwarten, dass politische Entscheidungen fachlich genauso kritisch hinterfragt werden wie unsere tägliche Arbeit.

Denn guter Klimaschutz beginnt für mich nicht mit einem Schlagwort.

Er beginnt mit einer ehrlichen Bilanz. 🌱

Die lange Reise von Vadders Uhr – eine Geschichte aus unserer Familie 🕰️ Beim Durchsehen alter Unterlagen bin ich wieder...
24/08/2026

Die lange Reise von Vadders Uhr – eine Geschichte aus unserer Familie 🕰️

Beim Durchsehen alter Unterlagen bin ich wieder auf diesen Zeitungsartikel vom 17. März 2004 gestoßen. Und obwohl ich die Geschichte natürlich kenne, bleibt sie auch nach so vielen Jahren unglaublich.

Mein Vater Hans Möller war gerade einmal 19 Jahre alt, als für ihn 1945 der Krieg zwar zu Ende war – die Heimkehr aber noch lange nicht begann.

Sein Weg führte ihn in russische Kriegsgefangenschaft nach Sibirien. Jahre harter Arbeit folgten, unter anderem als Waldarbeiter und in einer Aluminiumschmelze. Dazu kamen Krankheiten, die ihn noch lange begleiten sollten.

Bei sich hatte er eine Armbanduhr, ein Weihnachtsgeschenk seiner Eltern. Irgendwann war das Rad zum Aufziehen abgebrochen und die Uhr funktionierte nicht mehr.

Als in der Gefangenschaft die Wertsachen eingesammelt wurden, gab mein Vater auch diese kaputte Uhr ab. Als Beleg erhielt er lediglich einen kleinen Zettel mit der Nummer der Uhr.

Dass er sie jemals wiedersehen würde, dürfte wohl kaum jemand geglaubt haben.

Doch dann begann die eigentliche Reise der Uhr.

Mein Vater fragte einen Kameraden aus der Nähe von Preetz, der früher nach Hause kommen sollte, ob er die Uhr vielleicht mitnehmen könne. Dieser konnte sie selbst nicht übernehmen, kannte aber einen Sanitäter aus Kiel.

Und irgendwie nahm die Geschichte ihren Lauf.

Als mein Vater schließlich am 3. Juni 1948 nach vielen Jahren der Gefangenschaft endlich wieder in Preetz ankam, war die Uhr bereits vor ihm zu Hause angekommen.

Ein Bote hatte sie auf dem Bahnhof Hamburg-Harburg an einem Neu-Preetzer übergeben und der dann bei meinen Großeltern abgegeben.

Tausende Kilometer durch Russland und Sibirien, durch verschiedene Hände – und am Ende fand eine kaputte Armbanduhr tatsächlich zurück nach Preetz.

Mein Vater hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings nur noch einen Gedanken: nach Hause.

Seine Jahre in der Gefangenschaft hatten gesundheitliche Folgen. Wegen seiner Lungenerkrankung wurde ihm empfohlen, einen Beruf an der frischen Luft zu erlernen.

So begann Hans Möller im Frühwinter 1948 eine Gärtnerlehre.

Damit nahm auch unsere Familiengeschichte eine entscheidende Wendung.

Später führte er die Gärtnerei seiner Eltern weiter. Heute besteht unser Familienbetrieb in der fünften Generation.

Manchmal sind es eben nicht die großen Dinge, die Geschichte greifbar machen.

Manchmal genügt dafür eine kleine, kaputte Uhr. 🕰️🌱

Die Bilder stammen aus dem Zeitungsartikel von 2004. Damals erzählte mein Vater seine Geschichte selbst – 56 Jahre nach seiner Heimkehr.

20/08/2026

Wenn der Blumentopf zum Bürokratiefall wird 🌱🪴

Nachhaltigkeit und Recycling? Unbedingt.
Aber manchmal fragt man sich als kleiner Gärtner schon, ob der bürokratische Aufwand noch im Verhältnis zum eigentlichen Ziel steht.

Ein schönes Beispiel ist die neue Verpackungsregulierung und unser ganz normaler Kunststoff-Pflanztopf.

Zunächst müssen wir unterscheiden:

Ist der Topf Bestandteil der Pflanze, weil diese ohne ihn nicht sinnvoll verwendet werden kann? Dann ist er unter Umständen keine Verpackung.

Oder wurde der Topf lediglich für die Kultur und den Transport der Pflanze benötigt und wird beim Einpflanzen nicht mehr gebraucht? Dann kann er Verpackung sein.

Damit fängt die Arbeit aber erst an.

Von unseren eingesetzten Töpfen müssen wir wiederum diejenigen herausrechnen, die unseren Betrieb gar nicht verlassen: Pflanzen werden umgetopft, in Schalen und Balkonkästen weiterverarbeitet oder von uns selbst ausgepflanzt.

Und dann wird es richtig interessant:

Wir bekommen Pflanztöpfe von Großkunden zurück und führen sie erneut unserem betrieblichen Kreislauf zu. Auch viele Privatkunden bringen uns gebrauchte Töpfe zurück, die wir wiederverwenden.

Darunter können wiederum Töpfe sein, die ursprünglich gar nicht als Verpackung galten – beispielsweise weil sie Bestandteil einer Topfpflanze waren – und die bei einer späteren Verwendung möglicherweise doch eine andere Funktion erfüllen.

Das alles muss ein kleiner Betrieb unterscheiden, erfassen, zuordnen und dokumentieren.

Dabei bestehen sämtliche von uns eingesetzten Kunststofftöpfe bereits aus 100 % recyceltem Kunststoff und sind nach ihrer Verwendung wiederum zu 100 % recycelbar. Viele davon verwenden wir sogar mehrfach.

Bei unserem Einwickelpapier und unseren Folien stellen sich ähnliche Abgrenzungsfragen.

Mein persönliches Highlight kommt allerdings aus unserer Floristik:

Wenn wir Kunststoffbast zum Binden oder Dekorieren unserer Blumensträuße einsetzen, wird es richtig spannend. Dann dürfen wir uns mit der Frage beschäftigen, wie viele Gramm Kunststoffbast wir als Erstinverkehrbringer tatsächlich in Verkehr gebracht haben. 🫣

Da steht man dann als Gärtner zwischen Gewächshaus, Kunden, Pflanzenproduktion und Blumenladen – und beschäftigt sich plötzlich mit der grammgenauen Verpackungsbuchhaltung eines Stückchens Bast.

Ich bin ausdrücklich für Recycling, Ressourcenschonung und funktionierende Kreisläufe.

Aber vielleicht sollte eine sinnvolle Umweltpolitik auch berücksichtigen, ob ein kleiner Betrieb seine Zeit mit tatsächlicher Nachhaltigkeit verbringt – oder zunehmend damit, Nachhaltigkeit zu wiegen, zu sortieren, abzugrenzen und zu dokumentieren. 🌱

🌸 Heute noch ganz klein – im Frühjahr ganz groß! 🌸Unsere Primeln für die kommende Saison sind eingetroffen. 🌱Mit dabei s...
19/08/2026

🌸 Heute noch ganz klein – im Frühjahr ganz groß! 🌸

Unsere Primeln für die kommende Saison sind eingetroffen. 🌱

Mit dabei sind in diesem Jahr erstmals die wunderschönen BELARINA® – gefüllte Primeln mit außergewöhnlich großen, rosenartigen Blüten. Wir testen gleich mehrere Sorten: von kräftigem Gelb und Orange über Rosa und Rot bis hin zu Cremeweiß.

Auf den ersten Bildern sieht man, wie unscheinbar die kleinen Jungpflanzen heute noch aussehen. Die letzten Bilder zeigen Exemplare aus dem Frühjahr und damit, was in den nächsten Monaten daraus werden soll. 😍

Jetzt werden die kleinen BELARINA bei uns getopft, kultiviert und über Herbst und Winter gepflegt, damit sie im kommenden Frühjahr kräftig und voller Knospen in den Verkauf gehen können.

Neben unseren bewährten Primeln sind solche besonderen Sorten für uns immer wieder spannend – schließlich beginnt der Frühling in der Gärtnerei schon viele Monate früher. 🌱🌼

Wir sind gespannt, wie sich unsere ersten BELARINA entwickeln – und nehmen euch in den nächsten Monaten gerne ein Stück mit!

Die Ereignisse der vergangenen Nacht haben mich sehr bewegt. Wie viele andere habe auch ich gehofft, dass das vermisste ...
06/08/2026

Die Ereignisse der vergangenen Nacht haben mich sehr bewegt. Wie viele andere habe auch ich gehofft, dass das vermisste Mädchen schnell gefunden wird. Selbstverständlich habe ich mein Betriebsgelände mehrfach selbst abgesucht und die Polizei informiert.

Im Laufe der Nacht verschafften sich jedoch mehrere private Suchgruppen Zutritt zu unserem Betriebsgelände und sogar zu den Gewächshäusern. Ich kann den Wunsch zu helfen menschlich gut nachvollziehen. Trotzdem musste ich den Zutritt untersagen.

Unser Betrieb umfasst über 11.000 m². Nachts bestehen zahlreiche Gefahren, die Ortsfremde nicht erkennen können. Für die Sicherheit auf meinem Grundstück und die Sicherheit aller Personen trage ich die Verantwortung.

Unsere Alarmanlagen lösten in dieser Nacht mehrfach aus und dokumentierten die unbefugten Zutritte. Das zeigt zugleich, dass unser Betrieb auch außerhalb der Geschäftszeiten technisch gut gesichert ist.

Hinzu kommt, dass professionelle Einsatzkräfte mit Suchhunden, Drohnen, Hubschrauber und einem abgestimmten Suchkonzept bereits seit vielen Stunden im Einsatz waren. Ich habe die freiwilligen Helfer deshalb gefragt, was sie auf einem ihnen völlig unbekannten Betriebsgelände besser leisten könnten als die professionellen Suchteams. Diese Frage konnte mir niemand beantworten.

Mein Appell für zukünftige Einsätze lautet daher: Helfen ist etwas Wunderbares. Aber bitte immer in Abstimmung mit den Einsatzkräften und mit Respekt vor privatem Eigentum. Unkoordinierte Suchaktionen auf fremden Grundstücken können Gefahren schaffen, Einsatzmaßnahmen erschweren und diejenigen in eine schwierige Verantwortung bringen, die für die Sicherheit auf ihrem Grundstück sorgen müssen.

Ich hoffe sehr, dass dieser Einsatz ein gutes Ende nimmt. Mein Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, die mit großem Engagement und hoher Professionalität nach dem vermissten Kind suchen.

Ein Platz.    Zwei Sommer.    Zwei Bilder. „Es ist eine Frage der Ästhetik.“Mit diesem Satz wurde in der politischen Dis...
31/07/2026

Ein Platz. Zwei Sommer. Zwei Bilder.

„Es ist eine Frage der Ästhetik.“

Mit diesem Satz wurde in der politischen Diskussion die Umgestaltung der kommunalen Blumenbeete in Preetz beschrieben.

Doch trifft das wirklich den Kern der Sache?

Die beiden Fotos zeigen denselben Standort am Bismarckplatz – einmal im Juli 2024, einmal im Juli 2026. Jeder kann sich selbst ein Bild davon machen, wie unterschiedlich derselbe Platz im Hochsommer wirkt.

Zur Einordnung:
Die Veränderung erfolgte auf Grundlage der öffentlichen Sitzungsvorlage Nr. 2024/19 der Stadt Preetz. Darin wurde die Umstellung auf eine Dauerbepflanzung vor allem mit ökologischen, pflegerischen und wirtschaftlichen Vorteilen begründet. Auf dieser Grundlage wurde die Änderung beschlossen.

Die Entscheidung, von der traditionellen Wechselbepflanzung mit Sommerblumen auf eine Dauerbepflanzung umzustellen, kann selbstverständlich unterschiedlich bewertet werden. Genau dafür sind politische Diskussionen da. Doch sie betrifft weit mehr als die Frage, welche Pflanzen in einem Beet stehen.

Seit Generationen wurden die Blumen für die kommunalen Beete in Preetz von unserem örtlichen Gartenbaubetrieb produziert. Die Gärtnerei Möller besteht seit dem 1. März 1870 und wird heute in fünfter Generation geführt. Über viele Jahrzehnte prägten die farbenfrohen Sommerblumen das Stadtbild und waren Ausdruck regionaler gärtnerischer Kompetenz.

Dabei geht es nicht um Besitzstände oder Sonderrechte. Selbstverständlich darf die Politik neue Wege beschreiten und andere Schwerpunkte setzen. Es geht vielmehr um Transparenz, einen offenen Dialog und die Wertschätzung regionaler Betriebe.

Wer über Nachhaltigkeit spricht, sollte auch die Bedeutung regionaler Wertschöpfung berücksichtigen. Wer über Stadtbild spricht, sollte die Menschen und Betriebe nicht vergessen, die dieses Stadtbild über Generationen mitgestaltet haben. Und wer von Ästhetik spricht, sollte bedenken, dass Schönheit nicht nur in Stauden oder Sommerblumen liegt, sondern auch in handwerklichem Können, gewachsenen Traditionen und lokaler Verbundenheit.

Deshalb bleibt die Frage:

Geht es bei den Blumenbeeten in Preetz wirklich nur um Ästhetik?

Oder geht es auch um regionale Wertschöpfung, um gewachsene Traditionen und um die Frage, welches Gesicht unsere Stadt im Sommer zeigen möchte?

🌸 Gärtnerei – Möller – Floristik
Seit 1870
Gewachsen in Preetz
Verwurzelt in der Region

📜 Schätze aus unserem Familienarchiv – Folge 3Beim Durchstöbern unseres Archivs fiel mir diese Werkstattrechnung vom 27....
29/07/2026

📜 Schätze aus unserem Familienarchiv – Folge 3

Beim Durchstöbern unseres Archivs fiel mir diese Werkstattrechnung vom 27. Juli 1951 in die Hände.

Sie gehört zu unserem damaligen Goliath-Lieferwagen – und das Schönste ist: Das passende Foto existiert ebenfalls noch.

Am Steuer sitzt mein Vater Hans Möller als junger Mann im Hinterhof unseres damaligen Betriebes in der Kirchenstraße 36 in Preetz.

Die Rechnung erzählt von einer Inspektion mit Auspuffreinigung, neuen Scheibenwischergummis und einigen Einstellarbeiten. Der Gesamtbetrag: 20,01 DM.

Damals war ein Lieferwagen weit mehr als nur ein Fahrzeug. Mit ihm wurden Blumen und Pflanzen ausgeliefert, Friedhöfe angefahren und Kunden in Preetz und der Umgebung beliefert. Für einen Gärtnereibetrieb war er ein unverzichtbarer Begleiter im Arbeitsalltag.

Wenn ich heute dieses Foto und die dazugehörige Rechnung nebeneinanderlege, wird Geschichte lebendig. Sie erinnern daran, mit wie viel Fleiß und Leidenschaft frühere Generationen den Grundstein für das gelegt haben, was unsere Gärtnerei heute ist.

Seit 1870 ist die Gärtnerei Möller in Preetz zu Hause – inzwischen in der fünften Generation.

Vielleicht erinnern sich einige von Ihnen sogar noch an unseren Goliath? Oder haben ähnliche Erinnerungen an diese Zeit? Ich freue mich über Ihre Geschichten und Kommentare. 🌸🚚

🌸 Ein Stück Preetzer Geschichte…Beim Durchsehen unseres Archivs fiel mir diese Auftragsbestätigung der Stadt Preetz vom ...
28/07/2026

🌸 Ein Stück Preetzer Geschichte…

Beim Durchsehen unseres Archivs fiel mir diese Auftragsbestätigung der Stadt Preetz vom 17. Januar 1969 in die Hände.

Mein Großvater Johannes Möller erhielt damals den Auftrag, die Sommerblumen für das Frühjahr 1969 zu liefern.

Der Auftragswert betrug 2.117 DM – nach heutiger Kaufkraft ungefähr 6.000 bis 8.000 Euro. Mein Vater erzählte mir oft, dass dieser Auftrag damals den gesamten Betrieb über Wochen beschäftigte und eine echte Herausforderung war.

Solche Dokumente zeigen, dass unsere Verbundenheit mit der Stadt Preetz keine neue Geschichte ist. Seit 1870 kultivieren wir Blumen und Pflanzen in Preetz – inzwischen in der fünften Generation.

Geschichte muss man manchmal gar nicht erzählen. Man muss nur das Archiv öffnen. 🌼📜

Adresse

Wakendorfer Str. 69-71
Preetz
24211

Öffnungszeiten

Montag 08:30 - 18:00
Dienstag 08:30 - 18:00
Mittwoch 08:30 - 18:00
Donnerstag 08:30 - 18:00
Freitag 08:30 - 18:00
Samstag 08:30 - 13:00
Sonntag 10:00 - 12:00

Telefon

0434282199

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