18/09/2026
𝗪𝗶𝗲 𝘄𝗶𝗿𝗱 𝗠𝗶𝘁𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗯𝗲𝘄𝗲𝗿𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗳𝗮𝗶𝗿, 𝗻𝗮𝗰𝗵𝘃𝗼𝗹𝗹𝘇𝗶𝗲𝗵𝗯𝗮𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗿𝗮𝘅𝗶𝘀 𝘄𝗶𝗿𝗸𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗻𝘂𝘁𝘇𝗯𝗮𝗿?
Genau darum ging es gestern Abend beim Führungs-Impuls in der Führungsakademie Inn-Salzach.
Franz Kamhuber, CEO der Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, hat gezeigt, wie aus der klassischen Leistungs- und Potenzial-Matrix – dem bekannten „Nine-Box-Grid“ – ein eigenes, praxistaugliches Führungsinstrument bei ViscoTec wurde.
Besonders spannend fand ich die unternehmensinterne Weiterentwicklung der Matrix – mit Hard Skills als rollenspezifische Fähigkeiten aus klar definierten Aufgabenbeschreibungen und mit Soft Skills als einheitliche Kriterien für alle Mitarbeitenden.
Aber eine gute Matrix allein macht noch keine gute Mitarbeiterbewertung. Entscheidend ist der Prozess dahinter: regelmäßiges Review der Kriterien, Bewertung durch die Führungskräfte, Kalibrierung in Führungskräfte-Runden, Mitarbeitergespräche und saubere Dokumentation in der Personalakte.
Ein paar Punkte sind für mich besonders entscheidend für den Erfolg. Ein einheitliches Bewertungsschema schafft Orientierung – Führungskräfte müssen in der Anwendung immer wieder geschult und begleitet werden. Kalibrierung über Abteilungsgrenzen hinweg entscheidet darüber, ob am Ende wirklich vergleichbar und fair bewertet wird. Und Führungskräfte – wo vorhanden auch der Betriebsrat – gehören von Anfang an als Mitwirkende in den Prozess.
Der eigentliche Wert entsteht erst nach dem jährlichen Prozess: Aus der Bewertung lassen sich individuelle Entwicklungsmaßnahmen für die Mitarbeitenden ableiten – egal in welcher Stufe sie gerade stehen. Und das Unternehmen hat einen Überblick über ihre Fähigkeiten und kann auch gezielt die interne Nachfolgeplanung vorantreiben.
Genau das ist für mich gute Führungsarbeit: nicht bewerten um des Bewertens willen, sondern Klarheit schaffen, Entwicklung ermöglichen und Entscheidungen nachvollziehbarer machen. Für beide Seiten – Mitarbeitende und Unternehmen ein echter Mehrwert.
Vielen Dank an Franz Kamhuber für den offenen und praxisnahen Einblick, und an alle Teilnehmenden für die intensive Diskussion.