23/11/2022
Was haben die dänische Band Smag Pa Dig Selv, die audiovisuelle Installation „SOULHOLES“ und der Debütroman GOLD gemeinsam? Sie alle durchstreifen den Untergrund der mixed-arts Szene. So etwas noch nie gehört, noch nie gesehen, noch nie gelesen? Irgendwo zwischen unermüdlicher, schweißtreibender Ekstase und anklingender (politischer oder ganz persönlicher) Fassungslosigkeit.
Unter dem Titel „mixed feelings“ haben sich RESET e.V. und Trafostation zusammengeschlossen, um eine Gefühlsqualität über die verschiedensten Formen der Kunst einzufangen und am 17.12. in der Trafostation zu präsentieren.
Smag På Dig Selv ist kein gewöhnliches Musikensemble. Tatsächlich ist das junge Kopenhagener Trio dafür bekannt, dass es seine Konzertneulinge mit zweideutigen Gefühlen von liebevoller Verachtung und ernüchternder Ekstase überwältigt.
Für die audiovisuelle Installation „SOULHOLES“ haben die AV-Picknick-Videokünstler:innen Francis Eggert und Sven Stratmann komplexe Videoanimationen in 2D und 3D entwickelt, die auf zwei scheibenförmige Objekte projiziert werden. In einem permanenten Wechselspiel von Verschmelzung und Trennung der Visuals entfaltet sich ein minimales Storytelling, das euch mitnimmt auf eine Reise, die keinen Anfang und kein Ende kennt.
Mit GOLD hat Victor Boy Lindholm sich sowohl als zentraler Dichter in der skandinavischen Literaturszene etabliert, als auch die Ablehnung der Feinkultur als Thema in der Poesie geschaffen. In GOLD ist die Popkultur politisch und gleichzeitig eine unvermeidliche Perspektive, aus der die Welt zu sehen ist. Der Gedichtband fungiert als politische Untersuchung von allem, was in der westlichen Welt so optimistisch glitzert. Aber nicht alles was glitzert ist, wie wir wissen, Gold. Auf diesem Roman basierend wurde von Atwashere und Stefan Schneider eine interessante Sound-Collage geschaffen, die ihren Höhepunkt in einer abschließenden Live-Performance finden soll.
„Mixed feelings“ dürfen an diesem Abend nicht nur da sein, sondern sind vielmehr Programm.