01/04/2018
Zertifizierung erhalten! Pünktlich zum Osterfest traf am gestrigen Samstag ein Umschlag der zuständigen Prüfstelle bei mir ein. Natürlich war ich gespannt, ob mir die Behörden ein Ostergeschenk machen werden oder ob die Arbeit der letzten Wochen und Monate vergeblich war. Um es kurz zu machen. Alle staatlichen Stellen haben ihre Erlaubnis erteilt und nachdem nun auch die Testläufe mit guten Ergebnissen über die Bühne gegangen sind, darf die Fotobox nun im Verkehrsraum als mobiles Blitzgerät eingesetzt und von Kommunen oder stattlich Beliehenen für diesen Zweck angemietet werden.
Doch der Weg zu dieser Zulassung war steinig. Schaut man sich die Auflagen, die es einzuhalten gilt, an, wird einem erst einmal schwindlig. Zahlreiche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien gilt es zunächst zu verstehen und dann natürlich auch zu beachten. Besonders zeitaufwendig war die Umsetzung des Gesetzes für die Bildqualität von Radarkontrollfallen und mobilen Blitzanlagen, kurz BiqRAdkfMobBlitzG, welches erst jüngst 2017 komplett reformiert und noch komplizierter gestaltetet wurde.
Die Rechtsgrundlage veranlasste mich einige finanziell aufwendige Investitionen zu tätigen. So musste mein bisheriger Studioblitz einem Lichtformer mit höherer Leistung weichen. Denn nur so kann garantierter werden, dass auch bei Dunkelheit Bilder von höchster Qualität entstehen. Weiteres Gimmick des Blitzes: Er reguliert seine Lichtstärke vollkommen selbständig. So ist es nicht nötig, dass morgens, mittags und abends ein Mitarbeiter entsandt werden muss, um den Blitz den jeweiligen Lichtverhältnissen anzupassen. Dies erspart vor allem kostenintensive Personaleinsätze an Sonn- und Feiertagen. Zudem werden die Verwaltungsmitarbeiter, die sowieso stets unter hoher Arbeitsbelastung leiden, wesentlich entlastet.
Um die Einsätze der Box auch bei schlechten Witterungsverhältnissen zu ermöglichen, entwarf ich zusammen mit einer Firma aus dem österreichischen Klagen ein maßgeschneidertes Raincover, welches bei Bedarf das Gerät vor Regen, Spritzwasser, Raureif und Schnee schützt. Auch Hagel hält diese zweite Haut selbstverständlich ab. Für die nötige Unauffälligkeit sorgen Tarnnetze der deutschen Bundeswehr. Diese sind, anders als Winterbekleidung und Zelte, zum einen ausreichend vorhanden und zum anderen auch noch günstig in der Anschaffung.
Letztlich bietet die Box nun auch die Möglichkeit die Bilder der sündigen Verkehrsteilnehmer über ein Online-Portal abzurufen. Dadurch wird eine schnelle Bearbeitung der Verkehrsdelikte gefördert. Verwaltungsakte können schnell versandt und die kommunalen Kassen dadurch liquide gehalten werden. Selbstverständlich lassen sich über diese onlinebasierte Lösung auch alle Parameter der Blitzanlage regeln. Größter Pluspunkt dieser Lösung ist wohl aber der, dass auch der motivierteste Mitarbeiter auf Außeneinsätze verzichten kann. So bleibt mehr Zeit dafür, die Kaffeemaschine effizient auszulasten und bei einem Tässchen beispielsweise die regionale und überregionale Presse zu studieren. Erhöhtes Arbeitsaufkommen oder sogar Überstunden entfallen somit im Ordnungsamt Fachbereich Verkehr fast vollständig.
Interesse geweckt? Dann scheuen Sie sich nicht mich anzusprechen. Ich freue mich auf Ihren Auftrag.