19/08/2026
Heute im Kreisblatt:
Eiszauber dieses Jahr mit neuem Veranstalter
Eventmanager Helmiss ausgestiegen / Stadt wegen Finanzlage nur Kooperationspartner
Hofheim – Die wenigsten Bürger werden bei den gegenwärtigen Temperaturen ans Eislaufen denken. Aber solche Projekte werden natürlich frühzeitig geplant. Wohl auch deshalb gibt die Stadt nun bekannt, dass es einen Wechsel beim Veranstalter des Hofheimer „Eiszaubers“ gab – ein Faktor dabei dürften die Folgen der aktuellen Finanzkrise Hofheims sein.
Josef Weinheimer betreibt mit seiner „Meenzer Worschtstubb GmbH“ seit 2012 die Gastronomie und die Eisbahn beim Hofheimer Eiszauber. Jetzt geht zusätzlich das Veranstaltungsmanagement in seine Hände über. Der Eiszauber wird ab Freitag, 13. November, auf dem Kellereiplatz wieder für Vorweihnachtsstimmung sorgen.
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Josef Weinheimer weiter auf die guten Erfahrungen aus den vergangenen Jahren bauen können“, sagt Bürgermeister Wilhelm Schultze (BfH). „Als Kooperationspartner werden wir Herrn Weinheimer und seinem Team bei der Organisation der Infrastruktur mit Rat und Tat zur Seite stehen.“ Der bisherige Veranstaltungsmanager und Ideengeber des Eiszaubers, Helmiss Events GmbH, hat sich aus dem Projekt zurückgezogen. Man danke dem Wallauer Unternehmer „für die herausragende Arbeit in den vergangenen Jahren“, teilt die Stadt mit.
Wie Helmiss in einer Mitteilung an die Presse erklärt, haben sich bereits beim Eiszauber 2025/26 „die Rahmenbedingungen deutlich verändert“. Dazu zähle, dass das öffentliche, europaweite Ausschreibungsverfahren der Stadt vieles verkompliziert habe, wie der Unternehmer auf Anfrage erklärt. Zudem müsste der Veranstalter des Eiszaubers das wirtschaftliche Risiko allein tragen, aber auch für die Sicherheit der Veranstaltung selbst sorgen. Zudem weist er auf Kostensteigerungen unter anderem bei Sicherheitsauflagen, Lieferanten, Transport und Personal hin.
Aus diesen Gründen habe man Helmiss den Vertrag mit der Stadt fristgerecht gekündigt. Auf Initiative des Wirtschaftsförderers der Stadt, Jonathan Raschke, sei es im Juli zu einem weiteren Gespräch gekommen, wie der Unternehmer erläutert. Darin sei deutlich geworden, dass die finanzielle Unterstützung wegfällt. Wie die Stadt übereinstimmend bekannt gibt, stehe aufgrund der aktuellen Haushaltslage in diesem Jahr kein Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro zur Verfügung. Dieser Entscheidung liege ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus den vergangenen Haushaltsberatungen zugrunde. Im Gegenzug würde dem Veranstalter – die Stadt tritt nur noch als Kooperationspartner auf – der Kellereiplatz kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Die Idee einer Eisbahn sei vor 16 Jahren in Gesprächen unter der damaligen Bürgermeisterin Stang (SPD) und dem Ersten Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) entstanden. Die Finanzierung sei dann über die Jahre mit der Hilfe von Sponsoren und Partnern bewältigt worden. „Wir bedauern sehr, dass nach 15 erfolgreichen Jahren nun ein Schlussstrich gezogen werden muss“, teilt Holger Helmiss mit und dankt Unterstützern und Besuchern.
Diese sollen beim Eiszauber Gewohntes erwarten dürfen, wie der neue Veranstalter ankündigt: „Die Eisbahn ist bereits reserviert, wird wieder 17,50 mal 35 Meter groß sein und so mit zu den größten mobilen Bahnen im Rhein-Main-Gebiet zählen“, sagt Josef Weinheimer. Erneut soll es eine Kunststoff-Stockbahn zum Eisstockspielen geben sowie Verkaufsstände, ein Kinder-Karussell, die beliebte Gastronomie und eine Alm-Hütte.
SASCHA WEIDNER
Quellenangabe: Höchster Kreisblatt vom 20.08.2026, Seite 19