11/06/2026
»Wenn ich sie hier und da sehen tät, hätt ich mehr davon als von meinen sämtlichen Herren«
Ingeborg Bachmann wird oft durch ihre Liebesbeziehungen mit männlichen Kollegen betrachtet – an diesem Abend soll es um ihre Freundschaften mit Kolleginnen gehen.
Insbesondere Ilse Aichinger und Marie Luise Kaschnitz waren für Bachmann wichtige Gegenüber. Aichinger hat ihren Roman »Die größere Hoffnung« bereits geschrieben, als die beiden sich 1947 in Wien kennenlernen, Bachmann studiert noch. Anfang der 1950er werden beide als die einzigen jungen Frauen zur Gruppe 47 eingeladen. Der Briefwechsel mit Marie Luise Kaschnitz beginnt Mitte der 50er: Ein Austausch über Möglichkeiten, sich auf dem literarischen Markt als Autorinnen zu behaupten und während Wettrüsten und Kaltem Kriegs eine poetische Sprache zu finden.
Die Autorinnen Katharina Hagena und Nicole Seifert machen sich im Gespräch ein Bild dieser Frauen und ihrer Freundschaften. Schauspielerin Christiane von Poelnitz liest ausgewählte Passagen.
Danach zeigen wir das Filmporträt »Ingeborg Bachmann – Dichten für die Wahrheit« von Barbara Frank (ARTE/ORF 2026, 52 Min); Ausstrahlung auf ARTE am 24.6., 22.55 Uhr, online auf arte.tv ab 17.6.
MI 24.6. — 19.00 Uhr
FREIER EINTRITT ZUR FILMVORFÜHRUNG
Foto: Ingeborg Bachmann (c) Dr. Heik Bachmann