17/10/2020
Wo kann ich unterschreiben!?
Laut gedacht! Sehr geehrter Herr Winfried Kretschmann heute habe ich in einem aktuellen Interview von Ihnen folgenden Satz gelesen/Zitat: "Jetzt komme es darauf an, dass es in den Kernbereichen der Gesellschaft, also in der Bildung, Wirtschaft und Gesundheit, nicht zu scharfen Einschnitten komme. „Bei verzichtbaren Events sollten wir eher Opfer bringen, um den Kernbereich aufrechterhalten zu können. Wir müssen mit Blick auf Restriktionen in den Freizeitbereichen härter und in den Kernbereichen softer sein“. Zitat Ende.
Meine Frage lautet was ist mit dem Wirtschaftszweig der Hochzeitsdienstleister? Diese gehören genau wie die Gastronomen mit dem Schwerpunkt auf Hochzeiten/Feste anscheinend in Ihren Augen nicht zum Kernbereich bzw. zur Wirtschaft? Spätestens seit der neuen Regelung, Hochzeiten & Feste an den Inzidenzwert zu koppeln, ist unsere Branche, die schon 7 verdammt harte Monate hinter sich hat, im freien Fall. Mit welchen Perspektiven sollen wir ins Jahr 2021 gehen, welche Hilfestellungen sind für unsere Branche angedacht? Und vielleicht noch eins, eine Hochzeitsfeier ist nicht gleich eine Hochzeitsfeier! Diese Pauschalisierung ist ein Schlag ins Gesicht für all die unzähligen Kollegen der Hochzeitsbranche, die seit Monaten nichts anders tun als sich zu überlegen und dies mit größtem Einsatz auch umzusetzen, Hochzeitsfeiern so sicher möglich zu machen.
Nicht nur, um unsere Brautpaare, die Hochzeitsgäste und letztendlich uns selber zu schützen, sondern auch, weil nach 7 Monaten Coronakrise und einem Ausfall von teilweise bis zu 80 % unserer Einnahmen wir schon alleine um wirtschaftlich überleben zu können, ein riesiges Interesse daran haben, das Hochzeiten nicht zu Superspreader Events mutieren.
Hochzeitsfeiern passe unter Generalverdacht zu stellen, damit macht es sich die Politik vielleicht ein bisschen zu einfach?
Jens Spahn Bundesregierung