Schloss Hohenlimburg

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Schloss Hohenlimburg am südlichen Rand des Ruhrgebiets ist die einzige mittelalterliche Höhenburg in Westfalen, die weitgehend im Ursprungszustand erhalten ist.

26/06/2026

Schloss Hohenlimburg ist die einzige weitgehend erhaltene mittelalterliche Höhenburg Westfalens. Doch ausgerechnet der Turm, der die Silhouette der Burg prägt, zeigt sich heute nicht mehr in seiner ursprünglichen Gestalt.

Um 1240 ließ Graf Dietrich I. von Isenberg-Limburg die Burg auf dem Schleipenberg errichten. Sein Vater Friedrich von Isenberg war geächtet und hingerichtet worden, die Stammburg zerstört. Dietrich musste seine Herrschaft an der Lenne neu aufbauen. Die Limburg wurde zum sichtbaren Zeichen dieses Neuanfangs.

Der Bergfried bildete das Herzstück der Anlage. Vermutlich trug er ursprünglich einen Wehrgang mit Zinnen. Von dort überwachte man das Lennetal und die Zugänge zur Burg. Doch offene Zinnen waren Wind und Wetter ausgesetzt. Deshalb erhielten viele Bergfriede später schützende Dachkonstruktionen. Wahrscheinlich geschah dies auch auf der Limburg.

Mit der Zeit wandelte sich die Wehrburg zur Residenz. Im 16. und besonders im 18. Jahrhundert entstanden prächtige Turmhauben. Der einstige Wehrturm wurde zum weithin sichtbaren Wahrzeichen der Grafen von Limburg und später der Fürsten von Bentheim-Tecklenburg.

Alte Ansichten zeigen, dass der Turm einst deutlich eindrucksvoller wirkte als heute. Warum er seine historische Gestalt verlor, hängt mit der größten Katastrophe zusammen, die Schloss Hohenlimburg im 19. Jahrhundert getroffen hat.



Hohenlimburg Castle is the only largely preserved medieval hilltop castle in Westphalia. Yet the tower that defines its skyline no longer appears in its original form.

Built around 1240 by Count Dietrich I of Isenberg-Limburg, the castle marked a new beginning after his father had been outlawed and executed and the family’s ancestral seat destroyed.

24/06/2026
15/06/2026

An dieser Mauer stimmt etwas nicht. Dunkle Verfärbungen und zugemauerte Öffnungen – auf den ersten Blick kaum wahrnehmbar, und doch verweisen sie auf eine Bausubstanz, die längst verschwunden ist. Ein historischer Stich aus dem Jahr 1584 zeigt, was hier einmal stand: ein stattliches Fachwerkhaus, das als Ökonomiegebäude das wirtschaftliche Herz der Burg bildete. Küche, Backhaus, Brauhaus, Vorratskammer – alles unter einem Dach. Und überall offenes Feuer. Die dunklen Brandspuren in dieser Mauer lassen eine Frage offen: War es ein Unglück – oder wurde hier Feuer gelegt? Die Antwort kommt im nächsten Reel.

Something is wrong with this wall. Dark stains and bricked-up openings – barely noticeable at first glance, yet they point to a structure that has long since disappeared. A historical engraving from 1584 reveals what once stood here: a substantial timber-framed building that served as the castle's economic heart. Kitchen, bakehouse, brewhouse, storage – all under one roof. And open fire everywhere. The burn marks in this wall leave one question unanswered: was it an accident – or was this fire deliberately set? The answer comes in the next reel.

05/06/2026

Die Vorburg von Schloss Hohenlimburg war nicht der repräsentative Teil der Anlage, sondern ihr wirtschaftlicher Arbeitsraum. Hier befanden sich Stallungen, Lagerräume, Werkstätten, Schuppen und Gebäude zur Versorgung des Haushalts. Die erhaltenen Pferdeställe zeigen diese Funktion noch deutlich: große Toreinfahrten, niedrige Dächer und eine rein praktische Bauweise.

Gerade deshalb fällt an der Ringmauer eine Stelle auf, die nicht mehr in dieses Bild passt.

Im Mauerwerk finden sich regelmäßige Balkenauflagen – Aussparungen, in denen einst schwere Holzbalken lagen. Daneben zeigen sich beschädigte Partien und dunkle Verfärbungen im Stein. Die Mauer wirkt dort weniger wie eine reine Befestigung, sondern eher wie ein Bauteil, das einmal zu etwas Größerem gehörte.

Und genau dieses Größere fehlt heute.

Die vorhandenen Stallungen und Schuppen erklären die Struktur der Vorburg nur teilweise. Die Spuren in der Mauer deuten darauf hin, dass an dieser Stelle früher ein größerer Bau unmittelbar an die Ringmauer anschloss.

Heute ist er verschwunden. Erhalten geblieben sind nur die konstruktiven Spuren seines Anschlusses an die Mauer.

Was stand hier ursprünglich?

29/05/2026

1615.

Die Wappentafel am Nassauer Schlösschen von Schloss Hohenlimburg zeigt die Linien, aus denen Johannetta Elisabeth stammte: Nassau, Katzenelnbogen, Vianden und Diez.

Der goldene Löwe auf blauem Schild mit goldenen Schindeln war das Wappen der Grafen zu Nassau — bis heute Teil des niederländischen Königswappens. Katzenelnbogen führte den roten Löwen, Vianden den silbernen Balken in Rot, Diez zwei goldene Leoparden. Jedes Feld stand für eine Herrschaft. Heraldik war keine bloße Zierde, sondern Territorialpolitik in Farbe und Stein.

Graf Conrad Gumprecht ließ den Torbau für Johannetta Elisabeth zum sogenannten Nassauer Schlösschen ausbauen. Der Blick aus den Fenstern auf die Wälder sollte sie an ihre Nassauer Heimat erinnern.

Bemerkenswert ist die Jahreszahl 1615: Die Ehe zwischen Johannetta Elisabeth und Conrad Gumprecht wurde erst am 16. Dezember 1616 geschlossen. Die Verhandlungen zwischen Nassau und Bentheim-Limburg liefen bereits seit 1614. Das Wappen dokumentierte also eine Verbindung, die politisch vereinbart, aber noch nicht vollzogen war.

Doch die Ehe dauerte nur kurz. Conrad Gumprecht starb am 10. März 1618. Johannetta Elisabeth erhielt ihr Wittum zunächst nicht und übernahm schließlich selbst die Regentschaft über die Grafschaft Limburg. Bis zu ihrem Tod 1654 regierte sie fast vier Jahrzehnte lang.

Das Nassauer Schlösschen ist damit nicht nur ein Zeichen dynastischer Allianz, sondern auch der Erinnerungsort einer Frau, die aus ihrer Witwenschaft politische Verantwortung machte.

1615.

The coat of arms at the Nassauer Schlösschen of Hohenlimburg Castle shows Johannetta Elisabeth’s dynastic lines: Nassau, Katzenelnbogen, Vianden and Diez.

Each quarter stood for rule and territory. Heraldry was not decoration, but politics made visible.

The date is striking: the marriage with Conrad Gumprecht followed only in 1616. The alliance had been agreed before it was fulfilled.

After his early death in 1618, Johannetta Elisabeth assumed the regency of Limburg and ruled until 1654.

22/05/2026

Hier stand einmal ein Turm, der jeden Zugang zur Vorburg bewachte. Wer sich Schloss Hohenlimburg näherte, kam an ihm nicht vorbei. Heute ist er fast verschwunden — nur die Stärke der Mauern deutet noch an, was hier einmal stand. Ein Fragment. Und eine ganze Geschichte dahinter.
Der neue Reel ist online.


A tower once stood here, watching over every approach to the castle. No one passed without being seen. Today it has almost vanished — only the thickness of the walls hints at what once stood here. A fragment. And an entire history behind it.
New reel now online.

Adresse

Alter Schlossweg 30
Hagen
58119

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 17:00
Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
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Sonntag 10:00 - 17:00

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