04/02/2026
Moin!
Es ist schon ein paar Tage her, daß die HiAZ eine Rezension der ersten Kleinkunstbühne im Thav von Paula Valk veröffentlicht hat. Leider war nur etwa die halbe Seite freigegeben worden, sodaß die Künstler nur kurz erwähnt werden konnten. Da ich es aber Wichtig finde, daß die Künstler, die die eigentlichen Stars des Abends waren, etwas mehr Beachtung finden, folgt jetzt eine sehr persönlich gehaltene Rückschau von mir:
Den Abend eröffnete Alexander Patratev mit der Handpan. Ein hervorragender Musiker mit viel Auftrittserfahrung. Ich habe mich im Vorfeld mit ihm abgesprochen und wir bildeten eine Kombination aus Musik und Wort. Alexander spielte vier eigene Kompositionen und ich las zwischen den Musikstücken drei Abschnitte aus meinem Buch „Nachtschicht – Ein Hildesheimer Nachtroman“ (digital bei Amazon). Die fehlerfreien und harmonischen Stücke umspielten wortwörtlich meine Anekdoten der Nacht im Taxi. Für mein Empfinden ein gelungener Auftakt für den Abend mit einem professionellen Musiker. Danke!
Chilli Pete hatte etwas Lampenfieber, das war zu spüren. Doch fand er schnell in seinen Fluss und spielte authentische Songs aus eigener Feder: Ehrliche, einfache Songs aus dem Leben eines jungen Mannes. Von Freunde treffen, warmen Bier und allerlei Alltäglichem. Mir hat es gefallen, von Chilli Pete möchte ich gerne mehr sehen und hören.
Kabel hat eine arbeitsreiche Woche hinter sich und war Gesundheitlich etwas angeschlagen. Dennoch hat er seinen Platz eingenommen und uns mit einigen persönlichen Gedanken und kleinen Witzen unterhalten. Leider kam er nicht in seinen ansonsten sehr humorvollen Fluss, so wie ich ihn sonst kenne. Aber ich danke ihm sehr für seinen Einsatz und freue mich auf unser nächstes privates Wiedersehen.
Yannik Nouveau wirkte mit der hochgezogenen Kapuze etwas verschlossen und kam nach den ersten zwei Titeln erst richtig in Schwung. Seine eigenwilligen Interpretationen bekannter Titel brauchten bei mir etwas Zeit, aber beim letzten Titel „Spazieren“ öffnete sich meinem Gefühl nach der musikalische Vorhang und ich erlebte einen alten und neuen Yannik. Wir kennen uns schon einige Zeit und nach der letzten Musikpause freue ich mich sehr auf seine Rückkehr zur Bühne.
Lennart aka Dohrenwendt überraschte mich und die Gäste mit sehr viel geschichtlichem Wissen und den wirklich witzigen Aspekten, die darin zu finden sind. Bemerkenswert war vor allem seine deutliche Aussprache und Modulation trotz des hohen Erzähltempos! Dadurch war viel Inhalt geboten worden, fast soviel Programm für mindestens der doppelten Zeit. Dohrenwendt steht ganz am Anfang einer kleinen StandUp-Karriere und die wird meiner Ansicht nach durchaus positive Beachtung finden.
Den Abschluß machte Marc Mutke an der Gitarre. Mit Mundharmonika und Schellen untermalte er seine Instrumentalstücke, die harmonisch und stimmungsvoll in das Ende des Abends geleiteten. Manchmal stolperte es noch aber insgesamt habe ich es sehr genossen, daß Marc immer mehr in seinen Fluss kam und seine Titel mit Hingabe spielte.
Zusammenfassend muss ich sagen, daß wir vom Profi bis zum absoluten Neuling ein wirklich buntes Programm bekommen haben, das die Gäste als sehr Unterhaltsam empfanden. So konnte ich in den Pausen und zum Schluss sehen, daß es viele kleine Gespräche von Gästen mit den Künstlern gab. Und genau das wollte ich mit dem Thav Team und der Kleinkunstbühne erreichen: Spaß, Besinnliches und Unterhaltung für Alle!
Danke an alle Gäste, Künstler und dem Thav: Danke!