06/10/2026
Das hier ist tatsächlich mein letzter Post.
Und irgendwie fühlt es sich richtig an, diesen letzten Post genau diesem Thema zu widmen.
Instagram war für mich über viele Jahre ein großer Teil von PLAN•UM. Es war Inspiration, Austausch, Kreativität und eine Möglichkeit, meine Arbeit mit euch zu teilen.
Aber Instagram hat auch meinen Blick auf meine eigene Arbeit verändert.
Tag für Tag sieht man wunderschöne Dekorationen, Floristik, kreative Konzepte und immer neue Ideen. Man sieht, was andere machen, wie sie es machen und wie perfekt alles auf einem Bildschirm aussehen kann.
Und irgendwann beginnt man, sich selbst daran zu messen.
Bin ich gut genug?
Machen andere es besser?
Sind ihre Ideen kreativer?
Ist meine Dekoration schön genug?
Kann ich mithalten?
Diese Gedanken haben mich immer wieder begleitet.
Dazu kam dieser ständige Anspruch, alles perfekt präsentieren zu müssen: das perfekte Foto, das perfekte Reel, der perfekte Beitrag. Die richtigen Worte, die richtige Uhrzeit – und natürlich die Hoffnung auf Likes, Reichweite und neue Follower.
Ich habe unglaublich viel Zeit damit verbracht, den perfekten Inhalt zu schaffen.
Und das Verrückte daran war: Gleichzeitig gab es so viel echtes, positives Feedback. Glückliche Brautpaare, liebe Nachrichten, begeisterte Workshop-Teilnehmer und Menschen, die mir immer wieder gesagt haben, wie schön sie meine Arbeit finden.
Und trotzdem blieb diese Stimme im Kopf:
Ist es wirklich gut genug?
Ich glaube, genau das ist die schwierige Seite von Instagram.
Es inspiriert – und gleichzeitig vergleicht man sich.
Es verbindet – und gleichzeitig entsteht Druck.
Es zeigt unendlich viele Möglichkeiten – und lässt einen dabei manchmal vergessen, dass die eigene Arbeit längst ihren Wert hat.
Und genau deshalb war Instagram für mich irgendwann nicht mehr nur eine Plattform, auf der ich meine Arbeit gezeigt habe. Es hat beeinflusst, wie ich meine eigene Arbeit gesehen und bewertet habe.
Das hat mich viel beschäftigt. Und es war ein wichtiger Teil meiner Entscheidung, Instagram heute zu verlassen.
Nicht aus Frust.
Nicht aus Enttäuschung.
Sondern weil sich dieser Abschied für mich richtig anfühlt.