Ablaufregisseur

Ablaufregisseur Inspirationen, Gedanken und Wissenswertes rund um Live-Events aus Sicht der Eventregie. // Impressum: http://ablaufregisseur.de/impressum/ Chris Cuhls

Meine Mission ist Momente zu kreieren, in denen Menschen sich begegnen können. Ich liebe geniale Showinszenierungen sowie inspirierende Ideen und helfe Agenturen wie Unternehmen diese in 'unvergessliche Momente' umzusetzen. Ich lebe Kreativität, Exzellenz und Teamarbeit.

Gestern kam ich von der IMEX zurück. Zwei Tage, etliche Begegnungen. Und zwei Menschen, die mir nicht mehr aus dem Kopf ...
21/05/2026

Gestern kam ich von der IMEX zurück. Zwei Tage, etliche Begegnungen. Und zwei Menschen, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen – nicht wegen dem, was sie gesagt haben, sondern wegen dem, wie ich mich danach gefühlt habe.

Pigalle Tavakkoli im Podcast-Gespräch. Stefan Weil bei einem Treffen im Atelier Markgraph. Beide verbindet etwas, das man nicht trainieren kann: eine Zugewandtheit, die echt ist. Smart, verbindend, wohlwollend – und dabei so natürlich, dass man erst hinterher merkt, was gerade passiert ist.

MAKE PEOPLE FEEL. Das war der Satz, der bei der London Experience Week über allem stand. Uns drei verbindet, Teil der WXO - World Experience Organization zu sein – ein großartiges Netzwerk rund um Experiences. Und diese Begegnungen waren wieder Mal der lebende Beweis.

Diese Erlebnisse lassen mich reflektieren. Nicht über Events – sondern über das, was von ihnen bleibt. Frauke von Polier hat in meinem letzten Podcast etwas pointiert: "Wenn kein Mensch dein Produkt kaufen will, änderst du das Produkt. Warum tun Unternehmen das bei ihren wichtigsten Live-Momenten nicht öfter?"
Und dann ihre Antwort auf die Frage, woran man erkennt, ob ein Event wirklich gewirkt hat: "An der Sprache danach. Wenn Wochen später auf den Fluren immer noch darauf referenziert wird – dann hat es gewirkt." Nicht die Bewertungsbögen. Nicht die Likes auf dem Intranet-Post. Die Sprache.

Das ist der Unterschied zwischen einem Event, das gefallen hat, und einem, das etwas verändert hat. Natürlich beginnt es nie bei der Technik, dem Catering oder beim Programm – sondern bei der Frage, wie sich Menschen danach FÜHLEN. Wie sie über das Erlebte SPRECHEN. Ob sie überhaupt darüber sprechen und ein Gefühl abgespeichert haben.

Wir merken uns nicht die Agenda. Wir merken uns, wie wir uns gefühlt haben. Make people feel!

Was trennt ein Erlebnis, das beeindruckt – von einem, das wirklich verändert?Genau das frage ich nächsten Dienstag live ...
12/05/2026

Was trennt ein Erlebnis, das beeindruckt – von einem, das wirklich verändert?
Genau das frage ich nächsten Dienstag live auf der IMEX Frankfurt.

Mein Gast: Pigalle Tavakkoli. Gründerin der School of Experience Design aus London. Über 12 Jahre lehrend, Award ausgezeichnete Ausbilderin und trainiert Organisationen wie Apple, Philips, Fraunhofer Institut & Unilever. Pigalle verbindet Theorie und Bühne wie keine andere.

Da war zB ein Moment im Theatre Museum London, in dem die Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum sich auflöste. Was passiert da neurologisch, wenn ein Erlebnis wirklich landet – und was fehlt, wenn es das nicht tut? Welchen Building Block überspringen die meisten Organisationen – und was kostet sie das? Was kann ein physischer Moment leisten, den kein Algorithmus replizieren kann?

Und kennen wir das nicht alle: „Tolles Event. Gute Scores. Aber am Montag war alles wie vorher." Genau diese Lücke schauen wir uns in diesem Gespräch gemeinsam an.

📍 IMEX Frankfurt | Research Pod | Dienstag, 19. Mai | 12:05 – 12:50 Uhr 🔗 Session-Link unten.

Das Gespräch wird außerdem als Podcast-Episode erscheinen – Season 9, Episode 3 von What's Next – Events im Wandel.

Wen darf ich begrüßen? Mein erstes Interview auf Englisch…

Wann wird bei deinem nächsten Event eigentlich über Wirkung gesprochen?In der Vorbereitung? Selten. Im Briefing? Manchma...
07/05/2026

Wann wird bei deinem nächsten Event eigentlich über Wirkung gesprochen?
In der Vorbereitung? Selten. Im Briefing? Manchmal. Meistens erst danach – wenn jemand fragt: Was hat es eigentlich gebracht?

Seit vielen Jahren erlebe ich das. Unternehmen investieren sechsstellig in ihre Kick-Offs, Kongresse, Jubiläen. Die Location: gebucht. Das Catering: check. Die Technik: bestellt. Und trotzdem gehen die Teilnehmenden nach Hause und was hat sich verändert – nichts.

Nicht weil die Umsetzung schlecht war. Sondern weil die eine Frage nie gestellt wurde: Was soll danach anders sein als vorher?

Wer diese Frage erst am Ende stellt, hat ein Evaluationsproblem. Wer sie am Anfang stellt, hat sein Gestaltungsprinzip als Kompass.

Der Unterschied liegt nicht im Budget. Der Unterschied liegt in der Reihenfolge.

Let's NOT go bananas ;)

Inmitten eines eigenen Wandels sprach sie mit mir über Wandel.Frauke von Polier wechselt gerade von Chief People Officer...
30/04/2026

Inmitten eines eigenen Wandels sprach sie mit mir über Wandel.

Frauke von Polier wechselt gerade von Chief People Officer zu AI Transformation Officer bei der Viessmann Generations Group. Und in diesem Moment – zwischen zwei Rollen, mitten in der Transformation – haben wir diskutiert:

Was soll durch ein Event anders werden als vorher?

Ihre Antwort ist so klar, dass sie wehtut: Die meisten Organisationen wissen das nicht. Sie planen Events. Aber sie planen keine Wirkung.

Drei Aspekte aus unserem Gespräch:

1. Gefühle sind keine Soft Facts. Sie sind der entscheidende Faktor – für Employee Experience genauso wie für wirksame Events. Wer nur Informationen sendet, verliert.

2. Transformation braucht Schwungmasse. 30–60% der Menschen müssen in Bewegung kommen, damit Wandel wirklich greift. Ein Event kann genau das auslösen – wenn es wirkungsvoll gestaltet ist.

3. Frauke würde im Zweifel mehr Geld in die Gestaltung von Begegnung investieren als in Büroflächen. Eine bewusste Kulturentscheidung. Hört selbst, warum.

Und dann noch das: Sie spricht über musikalische Geschenkmomente – Augenblicke, die Verbundenheit erzeugen, die kein Strategiepapier oder die ersetzen kann.

Das Gespräch ist online, der Link in den Kommentaren. Und der nächste Gesprächspartner steht auch schon fest: Thomas Gartz, Corporate HR & Change bei der HELM AG.

Was ist deine wichtigste Frage, bevor du ein Transformationsevent planst?

25 Jahre Event+Regie mit hunderten Shows liegen hinter mir. Und dabei eine Erkenntnis, die spät kam.Die besten Projekte ...
16/04/2026

25 Jahre Event+Regie mit hunderten Shows liegen hinter mir. Und dabei eine Erkenntnis, die spät kam.

Die besten Projekte hatten eines gemeinsam: Ich war einfach früh dabei. Nicht drei Wochen vor dem Event – sondern acht Monate. Nicht erst im Technik-Briefing – sondern im Strategiegespräch mit den Verantwortlichen.

Dort fällt die Entscheidung, ob ein KickOff zur Pflichtveranstaltung wird oder zum Wendepunkt. Ob ein Jubiläum zelebriert oder weit darüber hinaus aktiviert. Ob ein Kongress stattfindet oder nachwirkt.

Die Frage, die dabei alles verändert, klingt simpel: Was soll danach anders sein als vorher?

Simpel – aber fast niemand stellt sie. Weil alle schon über Locations, Speaker und Abendprogramm reden, bevor geklärt ist, was das Ganze eigentlich bewirken soll.

Deshalb habe ich meinen Fokus verschoben. Nicht weg von Regie und Producing – sondern davor. Dorthin, wo die wirklich wichtigen Entscheidungen fallen. Um diese dann konsequent zu begleiten. Und ich liebe, was dabei starkes, veränderndes, berührendes herauskommt!

Wer diese Frage am Anfang stellt, spart nicht nur Budget. Er verändert, was am Ende möglich ist.

Drei Monate Brisbane. Drei Kinder. Viel Zeit. Was passiert, wenn ein ‚Achiever‘ aufhört zu produzieren – und anfängt zuz...
09/04/2026

Drei Monate Brisbane. Drei Kinder. Viel Zeit. Was passiert, wenn ein ‚Achiever‘ aufhört zu produzieren – und anfängt zuzuhören?

Zum vierten Mal haben wir als Familie eine längere Auszeit gemacht. Inspiriert von Stefan Sagmeister, der alle sieben Jahre ein Kreativjahr einlegt. Was sich diesmal bewegt hat: beruflich eine neue Klarheit. Persönlich ein Meilenstein. Und 8% weniger Körpergewicht. "Outer work needs inner work" – der Satz hat mich zerlegt. Den ganzen Rückblick liest du auf meinem Blog (Link unterhalb)…

Augsburg. Südafrika. Brisbane.Ich habe das Muster inzwischen erkannt: Ich brauche diese Auszeiten einfach. Alle drei Jah...
26/03/2026

Augsburg. Südafrika. Brisbane.

Ich habe das Muster inzwischen erkannt: Ich brauche diese Auszeiten einfach. Alle drei Jahre habe ich drei Monate Pause gemacht. Nicht zur Erholung – sondern um tiefer zu graben. Jedes Mal eine Schale mehr freilegen und näher ran an das, was wirklich in mir steckt. Was ich diesmal entdeckt habe, lässt sich nicht in Stichpunkte pressen. Aber es ist das Klarste, was ich bisher mit nach Hause nehme. Und diese Klarheit verändert, wie ich zurückkomme – wie ich arbeite, wie ich mit Menschen bin, was mir wichtig ist.

Meine Lieblingsfrage "Was soll nachher anders sein als vorher?" habe ich mir diesmal selbst gestellt. Nächste Woche sind wir zurück in Köln. Im Gepäck eine Menge Abenteuer, Familienerlebnisse und Entdeckungen, von denen wir zehren werden. Welch Privileg meiner eigenen Geschichte noch mal näher gekommen zu sein!

Full Circle Moment: Vor 16.055 Tagen hat mich meine Mutter in Brisbane geboren. Die letzten drei Wochen hat sie uns hier...
19/03/2026

Full Circle Moment: Vor 16.055 Tagen hat mich meine Mutter in Brisbane geboren. Die letzten drei Wochen hat sie uns hier besucht. Gemeinsam mit meinen Kids laufen wir durch den sagenhaften Regenwald am Mount Tamborine. Mein Sohn Freddy klettert auf diesen Baum, sie schaut zu und ich bin einfach glücklich.

Drei Generationen. Ein Moment.

Was sie mir alles mitgegeben hat - bewusst wie unbewusst. Vieles, was ich davon weitergebe – manches, was ich verändern will. Dabei wird mir klar, dass Familien die ersten Organisationen sind, in denen wir lernen wie die Welt funktioniert. Aber auch wie Konflikte ausgetragen werden. Was man zeigen darf und was besser nicht. Wie man Nähe bekommt – oder auch vermeidet.

Und das Erstaunliche: Genau diese Muster tauchen überall wieder auf - bewusst wie unbewusst. Ob in Teams, auf Events oder in Führungsbeziehungen. In der Art, wie Unternehmen Entscheidungen treffen - oder eben auch nicht.

Das zu erkennen ermöglicht einen Spielraum, den man vorher nicht hatte. Unsere Wurzeln geben Halt - aber sie müssen nicht bestimmen, wohin wir wachsen. Sich selbst besser zu verstehen ist der Schlüssel. Auch dafür ist unsere Auszeit Gold wert, welch ein Geschenk.

Danke, Mama – für alles, was du mitgegeben hast! Ich genieße diese Momente 😊

'New Work needs Inner Work'. Dieser Buchtitel hat mich nie losgelassen, wobei ich ihn leicht gedreht hab: "Outer work ne...
12/03/2026

'New Work needs Inner Work'. Dieser Buchtitel hat mich nie losgelassen, wobei ich ihn leicht gedreht hab: "Outer work needs inner work." Was das konkret bedeutet, erlebe ich gerade.

Im Sabbatical fällt nämlich weg, was sonst in Bann hält: Termine, Deadlines oder sonstige Erwartungen. Und in dieser Stille tauchen dann Dinge auf, die im Alltag selten Raum bekommen. Muster, die schon lange mitlaufen - einfach ungefragt.

Diese Woche hatte ich mit meinem Sohn Leo eine Surfstunde in Byron Bay. Was besonders auf dem Wasser ist: 90% des Surfens ist Warten. Liegend auf dem Board, atmen, das Wasser lesen. Und dann -just im richtigen Moment- schnell aufspringen. Zu früh lässt aber gleich wieder ins Wasser fallen, nur das innehalten und präzise spüren führt zum Surfen der Welle. Darauf muss man sich einlassen - und rausfinden, wie die Wellen ticken.

Irgendwie fühlt sich mein gerade genauso an. Nicht alles, was hochkommt, glänzt golden. Aber einmal die inneren Strömungen erkannt, verändert es etwas in mir. Zu verstehen, was in mir los ist – und wie mich die Wellen tragen – das bereitet unfassbar Freude. Natürlich auch zu sehen, wie gekonnt mein Sohn auf das Brett springt und die Welle reitet – wow! Und genau deshalb sind diese Zeiten so wertvoll. Abwarten, innehalten, spüren, springen, reiten, genießen. Outer work needs inner work!

Die Zukunft von Events entscheidet sich nicht auf der Bühne, sondern zwischen den Menschen.Die Zeit behutsamer Veränderu...
03/02/2026

Die Zukunft von Events entscheidet sich nicht auf der Bühne, sondern zwischen den Menschen.
Die Zeit behutsamer Veränderungen ist vorbei. Transformation passiert nicht mehr langsam, sie passiert jetzt. Und damit steht auch unsere Branche vor einer ehrlichen Frage: Was können wir mit Events heute wirklich bewirken?
Wirkung beginnt nicht bei Formaten, Bühnen oder Effekten, sondern beim „Wir“. Bei Beziehung. Bei Vertrauen. Bei der Art, wie Menschen sich begegnen, zuhören und gemeinsam Bedeutung herstellen.
Genau darüber schreibe ich bei EVENT PARTNER. Link unterhalb. Danke an Vera Viehöfer und Matthias Schultze für die ergänzenden Perspektiven.
Die Gedanken lohnen sich für Evententscheider, die Events nicht mehr nur als Maßnahme, sondern als strategisches Instrument verstehen wollen. Es geht um Verantwortung. Und um die Chance, Live-Kommunikation als echten Hebel für Zukunftsgestaltung zu begreifen. Events können eben nicht nur gute Momente sein. Sondern echte Wendepunkte. Oder?

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