12/10/2026
Hi New York! 🗽🍎🚕
Anfang Oktober ein paar Tage mit meiner Familie und Gastfamilie in den USA gehabt. Eine Auszeit von allem. Und mein Herz ist mal wieder hin- und hergerissen.
Ich verbinde sehr viel mit diesem Land, auch wenn ich angesichts der aktuellen politischen Führung eher Scham und Ekel empfinde. Und dennoch: Ein Teil meiner Persönlichkeit – und irgendwie auch meines Lebens – wurde hier maßgeblich geprägt. Das erste Mal war ich mit neun Jahren hier, später auf der Highschool. Meine erste Liebe war ein Amerikaner und Musiker.
Was ich zuhause vor allem vermisse, ist die Offenheit und Freundlichkeit, die mir hier so oft begegnet. Wie schnell man ins Gespräch kommt, weil man ein cooles T-Shirt trägt oder gemeinsam irgendwo ansteht. Einfach so. Ohne Hintergedanken.
In Berlin hingegen habe ich manchmal das Gefühl, dass viele Menschen schon so gesättigt von allem sind und so oft schlechte Erfahrungen gemacht haben, dass bloß niemand mehr angesprochen werden möchte. Manchmal herrscht regelrecht Endzeitstimmung. 🫠
Und ich merke, wie ich selbst abstumpfe, je länger ich in Berlin lebe. Wie ich dem ersten Amerikaner, der mich anspricht, erst mal schnippisch antworte, weil ich mich daran gewöhnen muss, dass er einfach nur nett ist. 🤡😂👀
Vielleicht ist das gerade das Traurige daran: Dass man sich irgendwann so sehr an die Verschlossenheit um einen herum gewöhnt, dass einem die eigene Offenheit abhandenkommt.
New York, du erinnerst mich immer wieder daran, dass es auch anders geht. 🤍