13/11/2025
„Feine, lebendige Terroirweine.“ – so wird man auf der Website von Collective Z rund um Marie, Christoph und Helmut begrüßt. Und ja, genau so fühlt sich’s auch im Glas an.
Weine, die maximal Herkunft zeigen – und dieser Riesling vom Kirchenstück macht da keine Ausnahme. Zwar nicht das berühmte Forster Kirchenstück, das sich von Winning, Bürklin-Wolf & Co. teilen, sondern das Leistadter Kirchenstück – mindestens genauso ernst zu nehmen, nur mit etwas weniger Oper und etwas mehr Underground-Vibe.
Hier wächst der Riesling auf kargem, kalkreichem Boden in Südwestausrichtung – das schmeckt man: volle Kraft, intensive Aromatik, animierende Säure und eine herrlich „geile“ Mineralität, die fast schon salzig wirkt.
Das Weingut ist klein, dafür mit umso mehr Herzblut unterwegs: jede Rebe bekommt volle Aufmerksamkeit, alles Handarbeit. Und wenn’s ums Mähen, Düngen und die Biodiversität geht – übernehmen das zehn Schafe. 🐑🌿
Zurück zum Wein: Handlese, Spontanvergärung, Maischestandzeit, Ausbau im Pfälzer Halbstück und gebrauchten Barriques, unfiltriert & ungeschönt abgefüllt. Das merkt man sofort – cremig, strukturiert, mineralisch, mit zitrischer Frische und feiner Frucht.
Der 2020er zeigt schon erste leichte Reifenoten, bleibt aber herrlich trinkfreudig – man will einfach weitergluckern bis zum letzten Schluck.