12/09/2026
⛽ Rohöl günstiger als 2012. Warum zahlen wir an der Zapfsäule trotzdem mehr?
2012 kostete Brent-Rohöl im Jahresdurchschnitt rund 112 US-Dollar pro Barrel. 2026 lag der Durchschnitt bis August bei rund 91 US-Dollar.
Trotzdem kostete Super E10 2012 im Schnitt 1,59 € pro Liter. Im August 2026 waren es bereits 2,145 €, aktuell liegt der Preis noch höher.
Wie kommt dieser Unterschied zustande?
Der Rohölpreis ist nur ein Teil des Spritpreises. Hinzu kommen Raffineriekosten, Transport, Lagerung, Vertrieb und Margen. Der Staat verlangt wie 2012 weiterhin exakt 65,45 Cent je Liter Benzin, dazu 19 % Mehrwertsteuer und seit 2021 eine CO₂-Bepreisung. 2026 liegt der zwischen 55 und 65 Euro je Tonne.
Auch dieser CO₂-Preis erklärt die hohen Preise nicht vollständig. Selbst der ADAC sagt aktuell: Ölpreis und Wechselkurs erklären das Preisniveau nur teilweise. Besonders bei Raffinerien und Großhandel besteht weiterer Erklärungsbedarf.
🌹 Was wir als SPD Göltzschtal wollen
Wir wollen, dass endlich nachvollziehbar wird, wer entlang der Kette wie viel am Liter Kraftstoff verdient.
Wir setzen uns deshalb für mehr Transparenz bei Raffinerien, Großhandel und Tankstellenpreisen, eine konsequente Kontrolle des Wettbewerbs und dafür ein, Belastungen für Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, im Blick zu behalten.
Denn gerade bei uns im ländlichen Raum ist das Auto für viele kein Luxus, sondern Voraussetzung für Arbeit, Arztbesuch, Einkauf und Familie.
Rohöl günstiger, Sprit teurer? Das muss erklärt werden.
Bezahlbare Mobilität darf keine Frage des Wohnortes sein. Was haltet ihr von der Wiedereinführung der Spritpreisbremse im ländlichen Raum?