07/01/2026
Über diese Nachricht haben wir uns im Dezember besonders gefreut. Gratulation, liebe Regula.
Aus der Medienmitteilung:
»Zum neunten Mal vergibt der Verband A*dS Autorinnen und Autoren der Schweiz den Lilly Ronchetti-Preis, der dank eines Legats der Winterthurer Lyrikerin Lilly Ronchetti ausgerichtet werden kann. Dieses Jahr wird Regula Wenger für das Projekt «Steindls Kind» ausgezeichnet.
Der Romanauszug überzeugte die Jury mit seinen simplen, doch starken Sätzen und mit seiner unaufdringlichen Sprache, die an Poetizität nichts einbüsst. «Steindls Kind» führt uns in eine vermeintliche Landidylle, in die Geschichte einer Familie, in der Unheil zu schwelen scheint. Regula Wenger vermag es, in nur wenigen Abschnitten eine Atmosphäre zu kreieren, der neben dem Duft nach Kirschen etwas nebulös Bedrohliches innewohnt. Eine ahnende Perspektive, die man sonst vielleicht aus Märchen kennt. Zudem überzeugten die fein gewobene Dramaturgie des Textes, die Figuren, die nicht psychologisiert werden, und die Erzählweise, die teils filmisch anmutet und Bilder entstehen lässt.
Regula Wenger lebt mit ihrer Familie in Basel; aufgewachsen ist sie im Laufental (BE/BL). Die Autorin schreibt Romane und Kurzgeschichten und ist als freie Journalistin tätig. Mit ihrem Debütroman «Leo war mein erster» reüssierte Regula Wenger 2014 an den Solothurner Literaturtagen. 2022 veröffentlichte sie die Roadnovel «Lamborghini Görlz». Beide Bücher erscheinen in der Edition 8. Die 55-Jährige engagiert sich als Literaturvermittlerin der Arena Literatur-Initiative Riehen und im Vorstand der Literatur-Nati, der Fussball spielenden Schriftstellerinnen und Schriftsteller der Schweiz. Für ihr Manuskript «Steindls Kind» erhielt sie 2025 einen Werkbeitrag vom Fachausschuss Literatur Basel-Stadt und Basel-Landschaft.«