27/07/2026
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Das Attentat zum Christopher Street Day am 25. Juli in Berlin hat uns tief erschüttert. Eine Frau wurde getötet und mehr als ein Dutzend Personen teilweise schwer verletzt. Den mutmaßlichen Täter, einen 21-jährigen Islamisten, hat die Polizei während des Einsatzes zur Festnahme erschossen. Unsere Solidarität gilt queeren Personen und ihren Angehörigen in Berlin und weltweit.
Sofort wurden Rufe nach härteren Strafgesetzen, mehr Befugnissen für die Polizei und einer härterer Migrationspolitik laut. Und Fragen tauchten auf, etwa wieso die Justiz einen Gefährder, noch dazu ohne Fußfessel, freilässt und einen 21jährigen Täter nach der Jugendgerichtsbarkeit verurteilt hat.
Dabei geht es nicht um einen juristischen Einzelfall, denn: Weltweit steht das Leben von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans und inter Personen nach Jahrzehnten rechtlicher Fortschritte im Kreuzfeuer des Rückbaus. Demokratisch errungene Rechte werden ihnen aberkannt, öffentliche Räume und die Sichtbarkeit queeren Lebens in Frage gestellt.
Totalitäre, autoritäre und anti-demokratische Kräfte zeigen sich in der rechten und radikal-konservativen Politik ebenso, wie im Islamismus. Sie greifen weltweit Frauenrechte und Menschenleben an, die von der patriarchalen Vorstellung von Heterosexualität und Geschlecht abweichen.
Daher gilt es nicht weniger, sondern mehr Geld für Demokratieförderung und -bildung bereitzustellen, ebenso für starke zivilgesellschaftliche Institutionen, für Präventions- und Ausstiegsprogramme und queer-feministische Informationsarbeit.
Gleichzeitig braucht es unseren gesellschaftlichen Konsens, sich konsequent für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und queere Rechte einzusetzen, ebenso wie für Frauen- und Menschenrechte. Nur so lassen sich autoritäre-rechte Kräfte wie der Islamismus in die Schranken weisen.
Es ist jetzt wichtig gemeinsam zu trauern, füreinander da zu sein und gegen Hass und Gewalt ein Zeichen zu setzen.
Kommt zur Mahnwache am 29. Juli um 18 Uhr bei der Deutschen Botschaft in Wien.