Kultum Graz

Kultum Graz Das KULTUM (Kulturzentrum bei den Minoriten) ist ein Zentrum für Gegenwart, Kunst und Religion mitten in Graz. Stock für Vorträge, Lesungen und Diskussionen. Jh.

Das Programm ist gekennzeichnet durch Mehrspartigkeit in den Kunstformen: Bildende Kunst, Literatur, Neue Musik und Film, Kindertheater. Das Kulturzentrum bei den Minoriten vermittelt zeitgenössische Kunstformen in Bildender Kunst, Literatur, Neuer Musik und führt eine eigene Programmschiene für Junges Publikum in den Schwerpunkten Kindertheater und Musik. Darüber hinaus ist das Kulturzentrum bei

den Minoriten ein prominenter Ort des Diskurses für Gegenwartsfragen und Religion, der sich neben Vorträgen und Symposien, sowie im Aufbau einer "Sammlung für Religion in der Gegenwartskunst" (KULTUMdepot Graz) niederschlägt. Das Programm ist gekennzeichnet durch eine Mehrspartigkeit in den zeitgenössischen Kunstformen, durch höchstmögliches Qualitätsstreben und durch Nachdenklichkeit für künstlerische, geistige, religiöse und gesellschaftliche Veränderungen und Transformationen. Als Veranstaltungsorte dienen der barocke Minoritensaal, einer der schönsten Barocksäle von Graz, der kleine Minoritensaal sowie der CUBUS, ein Veranstaltungsraum im neu bezogenen I. Ausstellungen finden im I. Stock des aus dem 17. stammenden Klostergebäudes der Minoriten statt, die 2010 zu neu gestalteten Ausstellungszellen umgebaut wurden.

Die „Kühlung“ durch das „Propellerkreuz“, das an den Sparren des Dachbodens der Minoriten befestigt ist, könnte sich ang...
24/06/2026

Die „Kühlung“ durch das „Propellerkreuz“, das an den Sparren des Dachbodens der Minoriten befestigt ist, könnte sich angesichts der derzeitigen Hitzewelle als sinnvoll deuten lassen – doch wenn die Hitze zu hoch ist, wirbelt es nur weitere Hitze auf: Das ist eine von der Realität eingeholte Prognose für eine metaphorisch gemeinte von Werner Reiterer aus dem Jahre 2014: „Wer Wind sät...“: Religiöser Fundamentalismus wird zum immer drängenderen Thema – und mit ihm die Vereinnahmung der Religion durch die extreme Rechte, nicht nur in Amerika unter der derzeitigen Regierung mit ihren Konvertiten, Apokalyptikern, Kreuzrittern und Erlösungsfiguren, auch in Deutschland und Österreich, wo Parteien schamlos in ihren Werbestrategien christliche Feste kapern.
Die Werke, die sich im Dachboden der Ausstellung „Gott hat kein Museum“ befinden, sind ein umso stärkerer Protest gegen diese Vereinnahmung – und man hätte sich eigentlich von offizieller Seite der Kirche in den letzten Monaten eine stärkere Stimme an Einspruch zu dem gewünscht, was in den sozialen Medien an Vereinnahmung zu Weihnachten, Ostern, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam durch die FPÖ abgegangen ist...: Wer vereinnahmt hier also wen? Wann muss man dagegenhalten? Und wie? Und was haben wir zu dem Thema aus unserer eigenen Geschichte beizutragen? Die famose Leuchtdiodeninstallation von Ruth Schnell im Dachboden ist dazu ein unverfängliches Lehrbuch an „Visionen“, die einem so unterkommen könnten...

Ein hochbrisantes Thema ist also Gegenstand der 19. (und vorletzten) Themenführung der ersten Austabe von „Gott hat kein Museum“ am kommenden Samstag, 27. Juni 2026, 11.15 Uhr. Ich freue mich sehr, dass ich dazu Werner Reiterer und Hannes Priesch, die mit ihren Werken zwei ganz zentrale Positionen in der Abteilung „Fundamentalismus“ bilden, als special guests begrüßen darf: So intensive Momente wurden in den letzten Themenführungen durch Künstlerinnen und Künstler ermöglicht – diesmal wird es nicht anders sein!

Ganz herzliche Einladung!

23/06/2026

Start Featureshome Kunst von oben. Bis nach unten. Featureshome Kunst von oben. Bis nach unten. Juni 22, 2026 Facebook Twitter Google+ Pinterest WhatsApp Der Dachboden des Minoritenklosters mit Bildern von Guillaume Bruère Foto: David Immanuel „Gott hat kein Museum“ im KULTUM – Kulturzentrum...

„Gott, Raum und Kunst“, eine neue Vortragsreihe, die im Herbst mit mehreren Veranstaltungen fortgesetzt wird, beleuchtet...
16/06/2026

„Gott, Raum und Kunst“, eine neue Vortragsreihe, die im Herbst mit mehreren Veranstaltungen fortgesetzt wird, beleuchtet das spannungsreiche Verhältnis von räumlicher Erfahrung, dem Ereignis göttlicher Gegenwart und dem Potenzial der Kunst, erfahrbar werden zu lassen, dass das Transzendente im Raum einen Ort hat: Die monotheistischen Religionen bekennen auf je eigene Weise, dass Gott in der Welt gegenwärtig ist und wirkt. Zugleich fragt sie danach, wie sich das Raumverständnis der Kunst durch diese Gegenwartserfahrung verändert.

Die erste Vortragende ist die Documenta-Künstlerin und em. Professorin für Bildende Kunst in Dresden, Ulrike Grossarth: Sie ist derzeit in Graz – kuratiert die Schau der Malwerkstatt im Schaumbad – und kommt am Donnerstag, 18. Juni, 19 Uhr ins KULTUM. Herzliche Einladung!!
Mehr Infos: https://www.kultum.at/einrichtung/137/kalender/calendar/2531815.html
Die Reihe wird vom Fachbereich Fundamentaltheologie der Uni-Graz (UProf.in Martina Bär/René Corvaia Koch) in Kooperation mit KULTUM-Diskurs veranstaltet.

15/06/2026

Start Featureshome Was tun Skulpturen ohne Aufsicht? Featureshome Was tun Skulpturen ohne Aufsicht? Juni 15, 2026 Facebook Twitter Google+ Pinterest WhatsApp In ihrem Denken erweitert Anneliese Schrenk den Begriff der Haut und stellt ihn in einen holistischen Zusammenhang; … no more … kings, que...

Die in Hannover-Linden lebende Autorin Nikola Huppertz schrieb mehr als 30 Bücher für Kinder und Jugendliche und bekam f...
14/06/2026

Die in Hannover-Linden lebende Autorin Nikola Huppertz schrieb mehr als 30 Bücher für Kinder und Jugendliche und bekam fast ebenso viele Auszeichnungen. In der Reihe DOPPELTER GAST stellte sie bei Literatur Kuratorin Barbara Rauchenberger nun ihren ersten Lyrikband für Erwachsene vor: „in bester unordnung“ erschien 2025 im Verlag Wehrhahn.

Nikola Huppertz poetischer Blick ist unbestechlich. Was andere nur sehen, nimmt sie wahr als poetisches Potenzial. Darauf fußt die Überraschungsfähigkeit ihrer Gedichte, die alle samt satzzeichenlos, kleingeschrieben und ungereimt an der Wahrnehmungsschwelle zum Liegen kommen. Die Welt „da draußen“ erscheint frei, vielfältig und in bester unordnung: gehaltvoll, präzise und nahbar.

Ein Wagnis und zugleich ein erzählerischer Triumph ist Marion Poschmanns Verslegende „Die Winterschwimmerin“ (Suhrkamp, 2025). Hinter diesem innovativ gebauten, dichten lyrischen Gewebe verbirgt sich mehr als eine poetische Erzählung von Spannung und Glück einer außergewöhnlichen Naturerfahrung, dem Eisbaden als ganzkörperlicher Erkenntnisprozess. Von der Lust, sich selbst zu überwinden, ungeahnte Fähigkeiten zu entdecken und das Unmögliche möglich zu machen: Im kunstvollen sprachlichen Ausdruck verschmelzen zeitgenössische Milieustudie und wundersame Legende, spielerisch leichte und streng gebundene Verse gipfeln in einer modernen Adaption des Leichs, des mittelalterlichen, virtuos gereimten Meistergedichts.

Helwig Brunner führte wieder das anschließende Gespräch. Danke allen Lesenden und Beiträgerinnen... Es war ein wunderbarer Abend. Nachzuholen ist die Lesung hier: https://www.youtube.com/watch?v=-4i2-9DrIfQ

Wunderbares Künstlergespräch heute mit Herbert Friedl über "Poems & Players" in der Ausstellung "Gott hat kein Museum" (...
13/06/2026

Wunderbares Künstlergespräch heute mit Herbert Friedl über "Poems & Players" in der Ausstellung "Gott hat kein Museum" (es war die 18. Themenführung): Über die Bildlosigkeit, über frühe Prägungen, über Poesie, über Trost und Überwindung, über Glauben. Danke, Heribert, es war wieder so fein und so dicht...

Ein unglaublicher Abend war das - die Lesung von Doron Rabinovici "Jüdisches Leben nach dem Siebenten Oktober". So persö...
10/06/2026

Ein unglaublicher Abend war das - die Lesung von Doron Rabinovici "Jüdisches Leben nach dem Siebenten Oktober". So persönlich, so klar, so präzise, so furchtbar auch, was er als Augenzeuge zu sehen bekam. Es machte wirklich sprachlos. Und warum Antisemitismus derzeit wieder so hochkommt, gerade auch von linker Seite. Eine so klare Analyse. Danke, René Corvaia-Koch, Martina Bär, David Kriebernegg, Verein erinnern.at, Verlag Klingenberg und Die Grünen Gemeinderatsklub als Mitveranstalter.

Bald – am 11. Juli – geht die erste Ausgabe von "Gott hat kein Museum" zu Ende. Erfreulich, dass noch immer so viele Füh...
10/06/2026

Bald – am 11. Juli – geht die erste Ausgabe von "Gott hat kein Museum" zu Ende. Erfreulich, dass noch immer so viele Führungsanfragen bei uns landen. Drei Themenführungen stehen noch aus: Sprach-Ikonen sind die kleinen Malereien des aus der Steiermark stammenden und in Wien lebenden Künstlers Heribert Friedl: Er ist am kommenden Samstag, 13. Juni, 11.15 Uhr special guest in der 18. Themenführung der Ausstellung "Gott hat kein Museum" mit dem Titel "Poems&Prayers".

Herzlich lade ich Euch dazu ein!

Der Künstler, der seit Jahrzehnten für seine „nonvisualobjects“ bekannt ist, hinterlässt in einem äußerst dichten Schaffensprozess Sprachverdichtungen von großer Einfachheit und Schönheit. Ursprünglich aus einem Moment existenzieller Trauer begonnen, werden die auf Englisch gehaltenen Poems (die oft nur aus einem Wort bestehen) zu berührenden „Nachrufen“ hinein in eine Welt, von der man nicht wissen kann, ob sie existiert, vielleicht kann man sie aber glauben: Es sind betörende Poeme, sprachliche Ikonen von Sehnsucht und Trost. Am Ende sind diese Bilder auch Gebete.

Sie sind klein, mit wohldosiert organisierten Farbflächen, die mit jeweils englischen Sätzen oder Worten korrelieren. Der Gesamttitel der Serie weist sie als reduzierte Gedichte aus. Die auf kleine MDF-Platten gemalten Wörter weisen in ihrem Schriftschnitt auf eine andere Zeit, vielleicht auch auf eine andere Geschlechter- und Glaubensordnung. Nach der erstmaligen Präsentation im KULTUMUSEUM in Graz zum Jahreswechsel 2023/24 wurden die Bilder vom KULTUM erworben und zusätzlich in einem Büchlein versammelt: Auf der rechten Seite ein Wort, ein Satz, ein Ausruf, auf der linken Seite ein Bildchen mit demselben Wort, diesmal auf Englisch. Es wird jeweils zu einem zeitgenössischen Andachtsbild. Die Ansammlung kommt einem Gebetbuch gleich, oder einer radikal zeitgenössischen, existentiellen Aktualisierung eines mittelalterlichen Stundenbuchs nahe.

Das GESPRÄCH, das ich mit Heribert Friedl damals geführt habe, können Sie hier abrufen: https://youtu.be/aVfGPJBJgok?si=4THM2gFlG2p8itgv

Adresse

Mariahilferplatz 3
Graz
8020

Öffnungszeiten

Montag 11:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 11:00 - 17:00
Donnerstag 11:00 - 17:00
Freitag 11:00 - 17:00
Samstag 11:00 - 17:00

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