30/10/2026
Stell dir vor, jede Pflanze hätte einen anderen Namen, je nachdem, wen du fragst. Genau so sah die Pflanzenwelt vor über 270 Jahren aus. Botanische Namen waren oft lang, kompliziert und alles andere als einheitlich.
Bis ein schwedischer Naturforscher namens Carl von Linné (1707–1778) die Pflanzenwelt ordentlich aufräumte. Seine Idee war einfach: Jede Pflanzenart sollte einen wissenschaftlichen Namen aus nur zwei Teilen erhalten – Gattung und Art. Ein System, das unabhängig von Sprache und Herkunft weltweit funktioniert.
Im Jahr 1753 veröffentlichte Linné sein berühmtes Werk „Species Plantarum“. Darin erfasste er Tausende Pflanzenarten und legte einen wichtigen Grundstein für die botanische Namensgebung, wie wir sie heute kennen.
Auch die Aglaonema 'Silver Bay' auf dem Foto zeigt, wie botanische Namen heute verwendet werden. Aglaonema bezeichnet die Gattung, 'Silver Bay' ist der Sortenname.
Und das Spannende daran? Mehr als 270 Jahre später begegnet uns Linnés System noch immer täglich. Ob Ficus benjamina, Dracaena fragrans oder Yucca gigantea – Namen, die wir heute ganz selbstverständlich verwenden.