05/06/2026
04:29 Uhr morgens.
Die ganze Nacht hatten wir in einem Ludwigsburger Shoppingcenter eine große Ausstellung zum Verkauf der Jahresdauerkarten aufgebaut:
Premiere:
neue organisch geformte Pflanzpodeste aus Cortenstahl,
Traditionell wieder Bepflanzung,
Kassenhäuschen,
Dekoration,
Erde,
Wasser,
Technik.
Eigentlich waren wir fertig. Die Exponate waren alle aufgebaut…
Alle waren müde.
Die Werkzeuge wurden schon eingepackt.
Dann ging ich nochmal eine Etage höher auf die Galerie…
schaute von oben auf die fertige Fläche —
und bekam innerlich sofort ein ungutes Gefühl.
Die neuen geschwungenen Pflanzformen…
und mitten drin dieser eckige grüne Teppichboden.
Es passte einfach nicht.
Unten waren meine Mitarbeiter bereits fertig zum Nachhauseweg.
Und ich wusste:
Wenn wir jetzt heimgehen,
ärgere ich mich die nächsten Wochen jeden einzelnen Tag darüber. Die Ausstellung entsprach nicht meinem Anspruch, den meine Kunden von mir kannten.
Also ging ich runter und sagte:
„Stopp. 🛑 Bitte alles wieder auspacken.
Wir reißen den Teppichboden komplett raus.“
Erst Gelächter 😄leise Diskussionen.
Nur einer meiner langjährigsten Mitarbeiter schaute mich kurz an…
schaute die anderen an…
und sagte:
„Jungs… ich glaube, Carmen macht gerade keinen Spaß.“
Und plötzlich war er wieder da: Fokus und Teamwork!
Der Teppichboden wurde komplett entfernt.
Alles nochmal neu aufgestellt.
Und genau diese Ausstellung bekam später unglaublich viel positives Feedback von meinem Auftraggeber und den Kunden 💝
Warum ich diese Geschichte heute erzähle?
Weil Führung oft genau in solchen Momenten sichtbar wird.
Nicht in Meetings.
Nicht in PowerPoint-Präsentationen.
Sondern morgens um 4:29 Uhr…
wenn alle müde sind…
und du trotzdem den Mut hast,
für Qualität, Klarheit und deine Vision einzustehen.
Und manchmal reicht dafür nicht mal ein großes Gespräch.
Manchmal reicht ein Blick… kennst du das auch?