23/04/2026
Heute, am Welttag des Buches, halte ich inne.
Vor genau drei Jahren – am 23. April 2023 – durfte ich im Volkshaus Zürich einen besonderen Moment feiern: die Vernissage der Neuauflage meines Buches „Denn mein Leben ist Lernen. Wie Menschen frei sich bilden“.
Es war mehr als eine Buchpräsentation.
Es war ein Zusammenkommen von Menschen, die mich über Jahre begleitet, inspiriert und getragen haben.
Und es war auch der Moment, in dem die proGenia EDITION erstmals in Erscheinung trat, von mir auf den Weg gebracht wurde.
Wenn ich heute zurückblicke, wird mir bewusst, wie bedeutsam Beziehung ist, damit solche Wege überhaupt entstehen können.
Die wohl massgeblichste Beziehung auf diesem Weg reicht weit zurück:
Es ist die Beziehung zu Dr. phil. Ursula Germann-Müller; sie hatte die Leitung des Lehrerseminars Sargans über Jahrzehnte inne und war meine überaus geschätzte Lehrerin für Pädagogik und Psychologie.
Sie war es, die damals einen Samen in mir gesät hatte.
Und mehr noch: Sie behütete dieses feine Pflänzchen, nährte es und nahm es ernst – zu einer Zeit, in der vieles in mir noch suchend und ungeformt war.
Dass sie zu diesem Buch ein Vorwort schrieb und an jenem Abend zu uns sprach, war für mich mehr als eine Geste.
Es war ein ausserordentliches Geschenk.
Ein bedeutsamer Kreis schloss sich – und zugleich entstand ein Neuanfang.
Vielleicht ist das das Wesen von Bildung:
dass etwas in uns berührt und behütet wird,
das wachsen will.
Und vielleicht sind Bücher nichts anderes als Spuren dieses Wachsens.
In Dankbarkeit.
Olivier Keller