17/08/2021
The Hitze Games
Letzten Samstag startete endlich die Fussballsaison 2021. Der STV Wangen SZ führte sein zehntes Grümpi durch. Da man der Titelverteidiger ist, brannten die Dnjepr Akteure umso mehr darauf, den Titel wieder in die Ukraine zu holen.
Nicht nur die Akteure brannten. Die Temperaturen stiegen bereits zum Turnierstart kurz vor Mittag auf gefühlte 180 Grad Unter- und Oberhitze. Im ersten Spiel trafen die Dnjeprs dann auf Bro Bro Bröh ähm... STV Eschenbach SG . Diese haben anscheinend neuerdings den gleichen Ausrüster wie das Lachner Grümpiteam. Normalerweise haben die Dnjeprs, aufgrund Müdigkeit, Mühe in ein Turnier zu starten. Die Gründe Abends zuvor, waren jeweils vielseitig. Durchzechte Nächte, mehrere Stunden Lesen von erotischen Liebeskrimis oder auch ausufernde Tupperwarepartys. Doch dieses mal kam es ganz anders. Dnjepr kontrollierte das Spiel von der ersten Minute an. Man zirkulierte den Ball gekonnt in den eigenen Reihen und liess damit den Gegner laufen. So war es dann auch keine Überraschung als sich nach einigen Minuten Binder über die Seite durchtankte und flach nach Innen Spielen konnte. Höpli schlug aber ein desolates Luftloch. Glücklicherweise stand am hinteren Sechzehner noch Ziganek. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und konnte so zur Führung einschieben. Kurz vor Ende hatte noch Pfister die Chance, nach einer butterweichen Flanke Böschs, mittels Roundhouse-Kick das Skore zu erhöhen. Der Ball flog aber knapp am Lattenkreuz vorbei. So blieb es beim knappen, aber verdienten Eins zu Null. Start nach Mass.
Apropo Mass. Nach einem kühlendem Mass Bier stand bereits das zweite Spiel an. Man traf auf TuRi aus Reichenburg. Auch in diesem Spiel bestimmte man von Anfang an das Geschehen. Bereits in der ersten Minute tankt sich Binder in typischer Bindermanier durch. Das heisst, man läuft durch den Gegner und man verliert den Ball fünf Mal, aber über Umwege kommt dieser immer wieder zurück. Vor dem Tor spielte er quer zu Höpli. Dieser scheiterte aber am starken Torhüter. Eine Zeigerumdrehung später, war es wieder Binder, welcher den Ball mit einem Freistoss knapp am Gehäuse vorbei schoss. In dieser Partie ging man mit den zahlreichen Chancen zu fahrlässig um. Kurz vor Ende hatte sogar TuRi die Chance auf den Sieg. Ihr Weitschuss flog aber einen Meter am Pfosten und dem verdutzten Dnjepr-Goalie Huber vorbei. Schlusspfiff, Unentschieden.
Im letzten Gruppenspiel traf man auf den Einheimischen STV und wieder das gleiche Bild. Dnjepr kontrollierte die ersten Minuten. Aber gegen Mitte des Spiels änderte sich das. Das Geschehen verschob sich vor das Tor der Dnjeprs. Entweder hielt Huber mirakulös oder ein Verteidigerbein von Haudegen Schättin oder seinen Lehrlingen war noch im Weg. Aus dem Nichts aber die Führung für Dnjepr. Binder stürmte unnachahmlich aufs Tor. Man wähnte sich bei einer Folge von Tsubasa. Er lief und lief. Der letzte Verteidiger rutschte auf seinem eigenen Angstscheiss aus. Damit war für Binder der Weg frei. Gekonnt schob er den Ball über den Torwart vorbei ins Tor. Die Wangner hatten am Ende aber noch eine Riesenchance mit einem platzierten Schuss in die Ecke. Die Katze Huber hielt aber überragend und damit auch den Sieg fest.
Als Gesamtdritter von Zwölf erreichte man locker die Viertelfinals. Da traf man auf den TSV Galgenen und man konnte bereits früh in Führung gehen. Kurzfassung. Sprint Binder, Luftloch Ziganek, Hackentor Höpli und damit 1:0. Ein Hauch von Ronaldo (Der Brasilianer). Einfach ohne Speckröllchen. Wenige Minuten später dann das Slapstick Tor des Tages. Chipball Schättin auf Binder, welcher aber am Torhüter scheitert. Schmid köpft den Abpraller Richtung Tor. Binder verlängert diesen ebenfalls mit dem Kopf. Latte. Der Ball fliegt über den verdutzten Torhüter zurück zu Binder. Dieser lässt sich dieses Mal mit dem Kopf aber nicht nochmals bitten und erhöht damit die Führung. Kurz vor Ende konnte noch Höpli nach einem Freistoss Pass von Pfister zum Drei zu Null Endstand treffen.
Im Halbfinal traf man wieder auf den STV Wangen. Aber dieses Mal auf ihre Zweitvertretung. Das Spiel war durchgehend hart umkämpft. Es brauchte etwa zehn Minuten und ein Geniestreich von Ziganek um in Führung zu gehen. Weiter hoher Ball auf die Dnjepr-Legende. Scorpionkick in einer Höhe von etwa 2.50 Meter direkt zu Binder. Schuss und Goal! Da fragt man sich, wer ist diese Ibrahimovic. Noch nie von ihr gehört. Viel Beweglicher und noch Älter dieser Teufelskerl Ziganek. Das tägliche Yogatraining hat gefruchtet. Kurz vor Ende die Riesenchance für den Gegner. Hoher Ball auf Laib. Gekonnte Drehung. Weltklasse Parade von Huber. Finaleinzug!
Im Finale traf man wieder auf den STV Wangen 1. Den beiden Teams und den Zuschauern sah man die Anspannung und die Hitze an. Da war es nicht verwunderlich, dass beide Teams sich anfangs auf die Defensive beschränkten, um keine Fehler zu machen. Man beschnupperte sich gegenseitig. Dnjepr-Schättin wurde dies aber zu langweilig. So entschied er sich kurzerhand von der Mittellinie abzuziehen. Die berühmtberüchtigte Jerrybombe. Das Geschoss flog aber am Tor vorbei. Einige Minuten später fand eine Flanke Höplis Binder in der Mitte. Aber eine gekonnte Parade von STV-Schättin verhinderte die Dnjepr Führung. Dieser blieb im Mittelpunkt des Geschehens. Etliche Male wehrte er Mirakulös die Dnjepr Versuche ab. Auch ein Binder Freistoss, welcher sich gefährlich um die STV Mauer drehte fand in Schättin den Meister. Doch auch die Wagner kamen zu ihren Chancen. Nach einem Freistoss Pass schoss man knapp über das Gebälk. So war es nicht erstaunlich, dass es in die Verlängerung ging. Es gab dieses Jahr erstmals eine neue Regel. Jede Minute musste von beiden Teams jeweils ein Spieler das Spielfeld verlassen, bis das entscheidende Tor fällt. Das Finale war nichts für schwache Nerven. Das Spiel ging hin und her und die Spieler wurden immer weniger. Dann der letzte Unterbruch. Zwei gegen Zwei. Ein Auskick von Huber flog knapp am verwahrlosten STV-Tor vorbei. Damit war der Ballbesitz auf Seiten der Wangner. Da ihr Torhüter Schättin aufgerückt war, hatten sie ein Überzahlspiel gegen Binder. Querpass zu Goalie Schättin. Dieser stand nun alleine vor Huber. In eiskalter Stürmermanier schob er den Ball in die nahe untere Ecke. Turniersieg für den STV. Damit sind sie nun Rekordtitelträger mit drei Siegen. Dnjepr folgt mit zwei. Was für eine schmerzhafte Niederlage. Herzliche Gratulation an den STV Wangen 1 an dieser Stelle. Ein spannendes und faires Spiel.